Neuer IoT-Geschäftsbereich gegründet

Dell investiert eine Milliarde Dollar in das Internet der Dinge

12.10.2017
Dell Technologies hat angekündigt, in den nächsten drei Jahren eine Milliarde Dollar in neue IoT-Produkte, -Lösungen, IoT Labs, sein Partnerprogramm und das Ökosystem investieren. Im Mittelpunkt des dazu neu gegründeten IoT-Geschäftsbereichs von Dell steht dabei das "Distributed Core" Computing Model.

Nachdem sich in den vergangenen Jahren mit dem Cloud Computing ein hochgradig zentralisiertes Modell zur Bereitstellung von IT-Services stark verbreitet hatte, rechnet DellDell nun damit, dass die Unternehmen mit dem Internet der Dinge wieder einen stärkeren Bedarf an einer Echtzeitverarbeitung von Informationen am Edge haben. "IoT verändert grundlegend unsere Lebensweise, die Arbeitsweise von Unternehmen und die Welt", erklärte Firmenchef Michael Dell bei der Vorstellung der neuen Strategie in New York. Dell sei dabei der Vorreiter mit einer neuen verteilten IT-Architektur, die IoT und künstliche Intelligenz in einem einzigen, miteinander verflochtenen Ökosystem ("from Edge to Core to Cloud") vereine. Alles zu Dell auf CIO.de

Michael Dell bei der Vorstellung der neuen IoT-Strategie auf dem IQT Day in New York
Michael Dell bei der Vorstellung der neuen IoT-Strategie auf dem IQT Day in New York
Foto: Dell

Bereits heute bietet Dell zahlreiche IoT-taugliche Produkte und Lösungen an. Für die Verarbeitung von Informationen am Netzwerkrand hat die Company etwa spezielle Edge-Gateways im Programm, die über das VMware IoT Control Center gesichert und verwaltet werden können. Die Dell EMC PowerEdge Server der C-Serie wiederum wurden dem Anbieter zufolge speziell für Batch-Training und maschinelles Lernen entwickelt, Dell EMC Isilon und Elastic Cloud Storage stellen Datei- und Objektspeicher für große Datenmengen bereit und ermöglichen die Analyse über HDFS.

Außerdem stehen mit der Pivotal Cloud Foundry (PCF) sowie Pivotal Container Service (PCS) eine Plattform für die Entwicklung neuer Cloud-basierter Analyseanwendungen zur Verfügung. Der PCF-Service von Virtustream bietet einen Managed Service, der die Bereitstellung und den Betrieb von unternehmenskritischen Cloud-Workloads in der Virtustream Enterprise Cloud vereinfachen soll, während die Virtustream Storage Cloud für externe Cloud-Objektspeicher verfügbar ist. Dell Boomi schließlich verbindet relevante Daten schnell miteinander, um Cloud-basierte Analysen und Deep Learning zu verbessern.

Zusätzlich arbeitet Dell an diversen Neuentwicklungen wie dem EMC-Projekt Nautilus, einer Software, die die Erfassung und Abfrage von Datenströmen aus IoT-Gateways in Echtzeit ermöglichen soll. Die Daten können anschließend in Datei- oder Objektspeichern archiviert werden, um weiterführende Analysen durchzuführen.

Hinter Projekt Fire wiederum verbirgt sich eine hyperkonvergente Plattform aus der VMware-Pulse-Familie von IoT-Lösungen, die neben einer vereinfachten Verwaltung auch lokale Rechen-, Storage- und IoT-Applikationen wie etwa Echtzeit-Analysen unterstützen und dank einer konsistenten Infrastruktursoftware vom Edge-to-Core-to-Cloud eine schnellere Bereitstellung von IoT-Anwendungsszenarien ermöglichen soll. Die Sicherheitsspezialisten von RSA Labs versuchen außerdem im Rahmen des Projekts Iris die Security-Analytics-Fähigkeiten zu erweitern, um Bedrohungen am Übergang ins Internet zu überwachen.

Neuer Dell-Geschäftsbereich für IoT

Gebündelt wird die Entwicklung von IoT-Produkten und -Services für die gesamte Unternehmensfamilie künftig im neuen IoT-Geschäftsbereich von Dell unter Leitung von Ray O'Farrell, CTO bei VMware. Die intern entwickelten Lösungen sollen dann mit Angeboten aus dem Ökosystem von Dell kombiniert werden, um Komplettlösungen für Unternehmen bereitzustellen. Darüber hinaus will Dell Unternehmen auch mit verschiedenen Services bei der Entwicklung und Einführung von IoT-Lösungen unterstützen.