CIO des Jahres


CIO des Jahres 2021 – Großunternehmen – Top 10

Schnellecke-CIO Keil setzt auf Design Thinking



Florian beschäftigt sich mit vielen Themen rund um Technologie und Management. Daneben betätigt er sich auch in sozialen Netzen.
Bei Schnellecke Logistics kommt es auf jede Sekunde an. Um künftig dem sich rasant wandelnden Automotive-Markt gewachsen zu sein, hat Karsten Keil einen Digital Control Tower umgesetzt.
Karsten Keil, CIO von Schnellecke Logistics, gehört 2021 zu den Top 10 CIOs des Jahres in der Kategorie Großunternehmen.
Karsten Keil, CIO von Schnellecke Logistics, gehört 2021 zu den Top 10 CIOs des Jahres in der Kategorie Großunternehmen.
Foto: Schnellecke Logistics SE

Als globaler Logistikdienstleister der Automobilindustrie will sich die Schnellecke Logistics SE den Herausforderungen stellen, die der Trend zur Automatisierung aufwirft – und diese als Chance nutzen. In diesem Zuge entstand 2017 die Unternehmensstrategie "SMART 2025" mit dem klaren Fokus auf DigitalisierungDigitalisierung und Automatisierung. Die Umsetzung startete mit der Integration smarter Behältertechnologie in die Kerngeschäftsprozesse. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Design-Thinking-Kontrollzentrum

Weil Karsten Keil, Vice President Group IT & Digitization, bewusst war, dass der schnelle Zugriff auf operative Daten den Schlüssel zum Erfolg darstellt, ging er gemeinsam mit seinem Team den nächsten Schritt an: Um mangelnder Datentransparenz entgegenzuwirken, Just-in-Time- und Just-in-Sequence-Prozesse zu optimieren und das gesamte Unternehmen effizienter, agiler und digitaler zu gestalten, sollte ab 2019 ein Digital Control Tower (DCT) umgesetzt werden.

Projektbudget: 2,5 Millionen Euro

Dieser bündelt relevante Daten an einem zentralen Ort und kombiniert Logistikdaten aus der SAP-ERP-Anwendungslandschaft mit Auftragsdaten aus einem selbst entwickelten System. Die Informationen werden in Form von Dashboards bereitgestellt. Für die Individualisierung auf Mitarbeiterebene kommt SAPSAP Fiori zum Einsatz, SAP HANA sorgt für In-Memory-, Datenmanagement- und (Echtzeit-) Analysefähigkeiten. Alles zu SAP auf CIO.de

Für die Umsetzung verließen sich IT-Chef Keil und sein Team auf die Design-Thinking-MethodeDesign-Thinking-Methode. Zunächst analysierten sie die Geschäftsprozesse und die Workflows der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem erfragten sie deren Erfahrungen und Wünsche im Rahmen von Interviews. Auf Grundlage der Erkenntnisse ging es anschließend an die Konzepterstellung und iterative Weiterentwicklung des Digital Control Tower – unter permanenter Einbindung aller internen und externen Stakeholder. Alles zu Design Thinking auf CIO.de

Echtzeit für Alle

Mit Erfolg: Manuelle Datensuche gehört bei Schnellecke der Vergangenheit an. Sowohl die eigene Belegschaft als auch die Logistikmitarbeiter der Kunden können den Digital Control Tower – auch per Smartphone, Smartwatch oder Tablet – nutzen, um in Echtzeit auf erweiterte Prozessdaten zuzugreifen. Zudem ermöglicht der DCT einen Wandel hin zu einer digitalen Innovationskultur im Unternehmen und liefert die Grundlage für die weitergehende Prozessdigitalisierung in anderen Bereichen.

"Der Digital Control Tower hat dazu beigetragen, die operativen Abläufe zu stabilisieren und kostspielige Fehler entlang der Lieferkette zu vermeiden", resümiert Keil. Bis 2025 wollen der Manager und sein Team den Digital Control Tower vollständig umgesetzt haben - inklusive integrierter KI- und Machine-Learning-Lösungen. (kf/rs)

Das sagt die Jury:

"Schöner, zu Ende gedachter Ansatz mit dem Potential, neue Wertschöpfung für das Unternehmen zu generieren."

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