Ratschläge vom Headhunter

6 wichtige Skills für IT-Führungskräfte

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
IT-Chefs müssen einen Mix aus harten und weichen Skills mitbringen. Personalberater von Odgers Berndtson verraten, welche das sind.
Lesen Sie, welche Skills gefragt sind.
Lesen Sie, welche Skills gefragt sind.
Foto: marvent - shutterstock.com

In Deutschland nennt man sie "eierlegende Wollmilchsau", in England umschreibt man sie mit "does everything except make the tea". Gemeint sind ITler, die heute KarriereKarriere machen wollen - und die dafür eine breite Palette an SkillsSkills mitbringen müssen. So liest sich zumindest die Einschätzung der Personalberatung Odgers Berndtson in London. Alles zu Karriere auf CIO.de Alles zu Skills auf CIO.de

Glaubt man den Headhuntern, verlangen Unternehmen sechs verschiedene Fähigkeiten. Davon bezieht sich gerade eine einzige auf IT. Die Personalberater zählen Folgendes auf:

1. Emotionale Intelligenz: Ein CIO muss sein Team so führen können, dass jeder Mitarbeiter sein Potenzial ausschöpft. Das erfordert emotionale Intelligenz - ein Faktor, der auch beim Verhandeln mit dem Management und bei Gesprächen mit Externen (Zulieferer, Dienstleister) erforderlich ist.

Odgers Berndtson versteht unter emotionaler Intelligenz zum einen die Fähigkeit zu einer kritischen Selbstwahrnehmung. Zum anderen bezeichnet der Begriff ein Gespür für das eigene Wirken auf andere.

2. Stets ein kühler Kopf: Termindruck, Ärger, StressStress - der Wunsch-CIO heutiger Unternehmen bewahrt immer einen kühlen Kopf. Die Londoner Personalberater führen hier sogar den Begriff "Gravitas" an - je nach Geschmack mit Erhabenheit, Würde, Charakterstärke oder Ernst zu übersetzen. Alles zu Stress auf CIO.de

3. Pragmatismus: Dieser Punkt bezieht sich auf die gängige Forderung, der zufolge die IT kein Selbstzweck sein darf, sondern das Business unterstützen soll. CIOs müssen die Bedürfnisse von CEOs (Chief Executive Officer) konkret umsetzen. Theoretische Ergüsse über alle Möglichkeiten der IT sind dagegen nicht gefragt.

4. Globale Sicht - mit Blick für kulturelle Besonderheiten: Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter kommen aus allen Teilen der Welt. Daher verlangen Unternehmen auch von ihren CIOs, dass sie eine globale Perspektive einnehmen. Allerdings fügen sie im gleichen Atemzug an, dass jede Führungskraft einen Blick für kulturelle Besonderheiten entwickeln und diese respektieren muss.

Business-Enabler genügt nicht mehr

5. Kommerzieller Instinkt: Wer dieser Tage ein Top-CIO sein möchte, muss den Gedanken der IT als Business-Enabler weiter drehen. Es genügt also nicht mehr, die Anforderungen des Business umzusetzen. CIOs, die aus der Menge herausragen, entwickeln eigenständig Ideen dafür, wie die IT das Unternehmen voranbringt.

6. Martini-IT: Der Reklamespruch "Martini - any time, anywhere, any place" sollte auf die Arbeit eines CIOs angewendet werden. Das heißt: IT muss immer und überall verfügbar sein.

Deutsche Chefs setzen auf Team-Orientierung

Ob IT-Chef oder andere Führungskraft - laut einer Studie der Commerzbank unter 4.000 Firmen haben deutsche Entscheider den Ruf nach Soft Skills gehört. Zumindest erklärten 79 Prozent der befragten Führungskräfte, einen teamorientierten Stil zu pflegen.

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