Ranking

Die Top-1.000 Wissenschaftlerinnen

Karen Funk ist Senior Editor beim CIO-Magazin und der COMPUTERWOCHE (von Foundry/IDG). Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind IT-Karriere und -Arbeitsmarkt, Führung, New Work und Diversity. Als Senior Editorial Project Manager leitet sie zudem seit 2007 den renommierten IT-Wettbewerb CIO des Jahres. Funk setzt sich seit vielen Jahren für mehr Frauen in der IT ein. Zusammen mit einer Kollegin hat sie eine COMPUTERWOCHE-Sonderedition zu Frauen in der IT aus der Taufe gehoben, die 2022 zum 6. Mal und mit dem erweiterten Fokus Diversity erschienen ist.
Amerika ganz vorne: Von den Top 1.000 Wissenschaftlerinnen kommen die meisten aus den USA. Deutschland liegt auf Rang drei nach Großbritannien.
Die Gebiete Medizin, Genetik und Molekular-Biologie sind bei weiblichen Wissenschaftlern sehr beliebt.
Die Gebiete Medizin, Genetik und Molekular-Biologie sind bei weiblichen Wissenschaftlern sehr beliebt.
Foto: FOTOGRIN - shutterstock.com

Die beste Wissenschaftlerin der Welt heißt JoAnn E. Manson und ist Professorin an der Harvard Medical School, wo sie auf dem Gebiet der Epidemiologie und der Frauengesundheit forscht und lehrt. Das geht aus der vor wenigen Tagen erstmals veröffentlichten Rangliste der 1.000 weltweit besten Wissenschaftlerinnen des Forschungsportals Research.com hervor (Best Female Scientists in the World 2022 Ranking).

Für ihr Ranking haben die Marktforscher mehr als 166.880 Wissenschaftsprofile in 24 Forschungsdisziplinen auf Goolge Scholar und Microsoft Academic Graph unteruntersucht. Bei der Bewertungsmethodik spielten unter anderem die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen je Kandidatin sowie erhaltene Auszeichnungen eine Rolle. Die wichtigsten Ergebnisse der Untersuchung sind:

Die USA dominieren mit 623 Wissenschaftlerinnen (62,3 Prozent der Rangliste) das Ranking. Großbritannien kommt mit 96 Wissenschaftlerinnen oder 9,6 Prozent auf Rang zwei, gefolgt von Deutschland mit 42 Forscherinnen (4,2 Prozent).

Die meisten der Top-1000-Wissenschaftlerinnen arbeiten in den USA.
Die meisten der Top-1000-Wissenschaftlerinnen arbeiten in den USA.
Foto: Research.com

Betrachtet man die besten ein Prozent des Rankings, haben auch hier die USA die Nase vorn: Acht von zehn Wissenschaftlerinnen kommen aus den Vereinigten Staaten.

Medizin ist das Gebiet, auf dem die meisten Wissenschaftlerinnen der Rangliste (468) ihre Forschungsergebnisse veröffentlichen, danach folgen mit deutlichem Abstand Physik (104), Genetik und Molekular-Biologie (87) sowie Biologie und Biochemie (82). Am unteren Ende der Skala rangieren ChemieChemie (17) und Mikrobiologie (16). Top-Firmen der Branche Chemie

Die meisten Wissenschaftlerinnen der Top-1000-Rangliste forschen und lehren auf dem Gebiet der Medizin.
Die meisten Wissenschaftlerinnen der Top-1000-Rangliste forschen und lehren auf dem Gebiet der Medizin.
Foto: Research.com

Die einzige Informatikerin kommt aus Deutschland

In den Disziplinen Mathematik und Elektrotechnik findet sich keine einzige Vertreterin im Top-1000-Ranking, in der Informatik (Computer Science) gibt es immerhin eine Nennung: Die deutsche Informatikerin Cordelia Schmid, die am französischen Institut national de recherche en informatique et en automatique (INRIA) lehrt (Rang 194). Sie publiziert vor allem auf den Gebieten Computer-aided Vision, Künstliche Intelligenz (Artificial Intelligence) und Machine Learning.

Die besten Universitäten

Amerikanische Universitäten machen 90 Prozent der Top Ten der führenden Einrichtungen aus: Harvard ist die Universität mit den meisten Wissenschaftlerinnen aus der Top-1000-Rangliste: 40 der führenden Forscherinnen arbeiten dort. Auf Rang zwei liegen die National Institutes of Health (34 Top-Wissenschaftlerinnen) und die Stanford University (28 Top-Wissenschaftlerinnen). Die einzige Ausnahme unter den Top Ten bildet die University of Oxford auf Rang sechs mit 16 Wissenschaftlerinnen.

Vorbilder sichtbar machen

Mit ihrem Ranking will Research.com Wissenschaftlerinnen, Entscheidungsträger sowie Frauen, die eine akademische Karriere anstreben, durch das Beispiel erfolgreicher Frauen in der Wissenschaft inspirieren. Denn gerade in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) seien Frauen im akademischen Bereich unterrepräsentiert.

Mit dem Top-1000-Ranking soll den Autoren zufolge die harte Arbeit all jener Wissenschaftlerinnen gewürdigt werden, die sich dafür entschieden haben, trotz aller Hindernisse wie einer männlich dominierten Forschungskultur, Geschlechterstereotypen sowie mangelnder Unterstützung ihre Chancen wahrzunehmen.

Das genaue Ranking sowie weiterführende Informationen zur Methodik des Rankings gibt es hier.

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