Was Bewerber beim Jobwechsel wissen müssen

Die wichtigsten Tipps für das Bewerbungsgespräch

18.05.2018
Von Cornelia Riechers

Das richtige Vorgehen für die unterschiedlichen Wege der Jobsuche

Wichtig: Im Anschreiben sollte der Bewerber auf die im Stellenangebot beschriebenen Anforderungen eingehen.
Wichtig: Im Anschreiben sollte der Bewerber auf die im Stellenangebot beschriebenen Anforderungen eingehen.
Foto: Joachim Wendler

Der erfolgreiche Bewerber befasst sich gründlich mit einem Stellenangebot, bevor er es beantwortet. Seine Analyse beginnt ganz oben, bei der Selbstdarstellung des Unternehmens und der Beschreibung der Aufgaben.

Er versteht, worauf es bei der ausgeschriebenen Position ankommt, und arbeitet in seinem Anschreiben Punkt für Punkt alles ab, was er in Bezug auf die Anforderungen zu bieten hat. Dabei vergisst er auch seine Englisch- und IT-Kenntnisse nicht.

Zielgruppenbewerbung: Stärken herausfiltern und richtig platzieren

Wer seine besonderen Stärken kennt, kann danach potenzielle Arbeitgeber identifizieren und sich unabhängig von aktuellen Stellenangeboten vorstellen.

Der erfolgreiche Bewerber besinnt sich auf seine besonderen Stärken. Dann findet er heraus, welche Unternehmen Bedarf an seinem Können haben. An diese wendet er sich, lange bevor sie ein Stellenangebot veröffentlichen. So erschließt er den verdeckten Stellenmarkt und verschafft sich dadurch Vorteile.

Alle Möglichkeiten für die Jobsuche nutzen

Der erfolgreiche Bewerber kennt mehr als einen Weg zum neuen Job. Er reagiert auf Angebote in Printmedien und Internet-Jobbörsen, er schaltet auch ein eigenes Stellengesuch.

Die Möglichkeiten der Agentur für Arbeit schöpft er aus, einschließlich der angeschlossenen Institutionen wie ZAV (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung). Er geht von selbst auf Unternehmen zu, nicht nur per Telefon, Brief und E-Mail, sondern auch persönlich.

Sein berufliches und privates Kontaktnetzwerk nutzt er, um seinen Aktionsradius zu erweitern. Und er optimiert seinen Auftritt mit der Unterstützung eines Outplacement- oder Karriereberaters.

Vorstellungsgespräch: "Warum sollen wir gerade Sie einstellen?"

Im Auswahlverfahren kann sich der Bewerber von der Konkurrenz absetzen, der sich intensiv mit seinem Arbeitgeber beschäftigt hat.

Klingt einfacher als es ist: Der Bewerber, der seinen künftigen Arbeitgeber davon überzeugt, wie sehr er ihm nutzen kann, kommt leichter an einen Job.
Klingt einfacher als es ist: Der Bewerber, der seinen künftigen Arbeitgeber davon überzeugt, wie sehr er ihm nutzen kann, kommt leichter an einen Job.
Foto: Gina Sanders - Fotolia.com

Im Vorstellungsgespräch zeigt der erfolgreiche Bewerber, dass er sich mit seinem zukünftigen Unternehmen und seiner Tätigkeit dort intensiv beschäftigt hat und dass er die anstehenden Aufgaben lösen kann. Außerdem spürt man seine Freude an genau dieser Arbeit, deshalb hat er die Nase vorn.

Auf gängige Standardfragen wie "Warum sollen wir gerade Sie einstellen?" oder "Was sind Ihre Stärken und Schwächen?" hat sich der erfolgreiche schon im Vorfeld schon eine Antwort einfallen lassen.

Der erfolgreiche Bewerber sieht ein Unternehmen nicht als Anlaufstelle für seine Versorgungsansprüche. Vielmehr agiert er wie ein Verkäufer, der dem Arbeitgeber einen Nutzen bietet und dafür eine Vergütung erhält. Er zeigt dem Unternehmen, was er leisten kann, um dessen Umsätze und Gewinne zu steigern.

Probezeit: "Ohren auf, Schnute zu"

Die letzte Phase der Bewerbung ist die die Probezeit. In der Einarbeitungsphase achtet der erfolgreiche Bewerber vor allem darauf, sich in das bestehende Team einzufügen. Er weiß, dass sein Erfolg nur zu 20 Prozent von seinen fachlichen Leistungen abhängt. Weil er dafür sorgt, dass sein Chef und seine neuen Kollegen ihn mögen, umgibt ihn automatisch auch der Nimbus des Tüchtigen.

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