Früherer Stromanbieter

Gericht fällt Urteil gegen Teldafax

28.02.2017
Nach rund zwei Jahren geht an diesem Mittwoch der Strafprozess gegen Topmanager des früheren Billigstromanbieters Teldafax mit dem Urteil des Bonner Landgerichts zu Ende.
Die Teldafax-Pleite gilt angesichts von mehr als einer halben Million betroffenen Kunden als einer der größten und spektakulärsten Firmenzusammenbrüche in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.
Die Teldafax-Pleite gilt angesichts von mehr als einer halben Million betroffenen Kunden als einer der größten und spektakulärsten Firmenzusammenbrüche in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.
Foto: Teldafax

Für die beiden angeklagten Ex-Vorstände fordert die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von jeweils gut einem Jahr auf Bewährung. Die Verteidigung plädiert auf Freispruch. Den Angeklagten war ursprünglich Insolvenzverschleppung, Betrug und Bankrotthandlungen vorgeworfen worden. In Teilen wurde das Verfahren aber bereits Mitte vergangenen Jahres eingestellt.

Das Unternehmen Teldafax aus Troisdorf bei Bonn hatte nach der Öffnung des Strommarkts mit günstigen Preisen geworben, die im Voraus bezahlt werden mussten, und schnell viele neue Kunden gewonnen. Doch das riskante Geschäftsmodell trug nicht, vor knapp sechs Jahren ging Teldafax pleite - und Verbrauchern entstanden Kosten. Nun klärt das Gericht, welche Verantwortung die frühere Unternehmensführung trägt. (dpa/rs)

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