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Telekom und Zeiss kooperieren bei Augmented Reality

27.02.2017
Google Glass, die erste Vision einer Datenbrille, die Informationen und Bilder aus dem Netz mit der Wirklichkeit vor den Augen des Brillenträgers mischt, endete als Flop. Nun unternehmen die Deutsche Telekom und die Zeiss AG einen neuen Anlauf für eine smarte Brille.
Carl Zeiss fertigt die smarte Brille für den Einsatz von Augmented Reality.
Carl Zeiss fertigt die smarte Brille für den Einsatz von Augmented Reality.
Foto: Carl Zeiss AG

Die Deutsche TelekomDeutsche Telekom hat in Partnerschaft mit der Zeiss AG eine neuartige smarte Brille für die erweiterte Realität (Augmented Reality) entwickelt. In den Gläsern sollen zusätzliche Informationen oder Grafiken etwa für die Navigation eingeblendet werden können. Anders als etwa Datenbrille wie die von Google bezieht das Gerät die Rechenpower direkt aus dem Netz, erklärte Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom am Montag in Barcelona auf der Mobilfunkmesse MWC. Eines Tages würden Geräte wie diese Brille den Computer ersetzen, versicherte der Manager. "Ziel ist es, das Anwendungspotenzial und die Zukunft von Datenbrillen auszuloten und voranzutreiben", erklärten die beiden Unternehmen. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Telekom

Die Fertigung der Brille hat in der exklusiven Kooperation der Optik-Spezialist aus Oberkochen übernommen, die Netzinfrastruktur steuert die Telekom bei. Die smarte Brille soll nun Entwicklern offen stehen, die mögliche Nutzungsszenarien entwerfen können.

In Barcelona brach Höttges eine Lanze für das künftige schnelle Netz 5G, das im Jahr 2020 offiziell an den Start gehen solle. Dabei handele es sich nicht nur um einen neuen Standard. Europa habe dabei die Chance an der Spitze der Entwicklung federführend mitzugestalten. Kunden sollten sich künftig nicht mehr darum kümmern, über welche mobilen Netze oder feste Kabel sie ins Netz kommen. Der Ausbau sei jedoch teuer, betonte Höttges. Die Telekom benötige dafür Investitionssicherheit.

Datenbrillen können im Blickfeld des Trägers zusätzliche Informationen, Apps oder Bilder einblenden - und dabei zum Beispiel freie Parkplätze, Staus oder den Füllstand von Mülleimern anzeigen. Während das Smartphone heute die Anwendung der Wahl für den mobilen Internetzugang sei, könnten ihm diese Position "künftig andere Geräte wie smarte Brillen streitig machen", erklärte Telekom-Chef Tim Höttges. (dpa/rs)

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