Familienunternehmen

Tengelmann plant drastische Einschnitte bei der Konzernholding

15.01.2019
Das Familienunternehmen Tengelmann (KiK, Obi) plant eine drastische Verkleinerung seiner Konzernholding.
Tengelmann baut Arbeitsplätze in der Unternehmenszentrale ab.
Tengelmann baut Arbeitsplätze in der Unternehmenszentrale ab.
Foto: Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG

Durch den Umbau werden "die meisten der rund 250 Stellen" in der Konzernzentrale in Mülheim an der Ruhr wegfallen, wie der Konzern am Dienstag ankündigte.

Mit dem Umbau drückt der neue TengelmannTengelmann-Chef Christian Haub dem Konzern erstmals auch nach außen sichtbar seinen Stempel auf. Er hatte die Leitung des Familienunternehmens übernommen, nachdem sein älterer Brüder Karl-Erivan Haub im vergangenen April auf einer Skitour in der Schweiz spurlos verschwunden war. Top-500-Firmenprofil für Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG

Haub betonte, mit der Verschlankung der Holding reagiere das Unternehmen auf die Veränderungen im Beteiligungsportfolio - etwa durch den Verkauf des Lebensmittelhändlers Kaiser's TengelmannKaiser's Tengelmann. Die Menge der zu bewältigenden Aufgaben habe dadurch abgenommen. "Was wie eine Zäsur wirkt, stellt die folgerichtige Fortschreibung der UnternehmensgeschichteUnternehmensgeschichte in die Zukunft dar", sagte Haub. In ihrer 151-jährigen Geschichte habe sich die Tengelmann-Gruppe immer wieder neu erfunden. Top-500-Firmenprofil für Kaiser's Tengelmann GmbH Top-Firmen der Branche Handel

"Wir bedauern sehr, dass die meisten unserer Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren werden", sagte Haub mit Blick auf die Holding. Das Unternehmen wolle den Schritt aber sozialverträglich gestalten. Haub kündigte gleichzeitig eine neunmonatige Beschäftigungsgarantie für alle Mitarbeiter der Holding an.

Die Holding soll unter Leitung von Christian Haub künftig vor allem strategische Aufgaben für das Familienunternehmen übernehmen, zu dem neben dem Textildiscounter KiK und der Baumarktkette Obi auch mehr als 80 Beteiligungen an Start-up-Unternehmen gehören. (dpa/rs)

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