Licht und Haltung

5 Tipps für gute Auftritte in Videokonferenzen

Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Man muss beim reden in die Webcam blicken – nicht auf den Bildschirm. Damit die Sitzhaltung stimmt, hilft eine Methode israelischer Forscher.
In Videokonferenzen punktet man auch mit einer optimalen Beleuchtung im Raum.
In Videokonferenzen punktet man auch mit einer optimalen Beleuchtung im Raum.
Foto: Photographee.eu - shutterstock.com

Viele werden es im eigenen Joballtag bereits merken: Berufliche Termine, die früher häufig mit einer Reise verbunden waren, werden heute oft mit Hilfe einer Videokonferenz wahrgenommen. Gerade, wenn es sich um einen wichtigen Kundentermin oder sogar ein Vorstellungsgespräch handelt, ist ein guter Auftritt von großer Bedeutung. Der Anbieter Lifesize hat fünf Tipps zusammengestellt, wie man souverän in Videokonferenzen auftritt.

1. Auf die Begrüßung vorbereiten

Bei vielen Videokonferenzsystemen ist der Bildausschnitt flexibel einstellbar. So können Teilnehmer noch vor Gesprächsbeginn entscheiden, ob sie in Detail- oder Ganzkörperdarstellung zu sehen sein wollen. Das sollten Sie davon abhängig machen, wie sie sich sicherer fühlen.

2. Dem Gesprächspartner nicht in die Augen sehen

Bei Gesprächen von Angesicht zu Angesicht sieht man dem Gesprächspartner direkt in die Augen. Bei Videokonferenzen gilt das nicht. Denn damit das Gegenüber das Gefühl bekommt, dass man ihm in die Augen blickt, muss man in die Kamera blicken. Meistens sind die Kameras am Monitor oder seitlich angebracht.

3. Sich im Video gut zu erkennen geben

Sie sollten darauf achten, dass Sie im Videogespräch gut zu sehen und zu verstehen sind. Deshalb sollte man im Raum für optimale Lichtverhältnisse sorgen und deutlich sprechen.

4. Multimedia einsetzen

Während Videokonferenzen muss man sich keineswegs auf die Kommunikation über Bild und Ton beschränken. Wer seinem Gesprächspartner etwas veranschaulichen möchte, kann beispielsweise per E-Mail oder über Instant Messenger Dokumente an den Gesprächspartner weiterleiten. Oder man öffnet gemeinsam ein Dokument in GoogleDocs und kann sich so austauschen.

Richtig sitzen per Webcam

5. Präsent bleiben

Der finale Ratschlag zum guten Videoauftritt lautet, präsent zu bleiben. Solange das rote Licht leuchtet und der Gegenüber einen damit potenziell sehen kann, muss man auf den professionellen Auftritt achten.

Dazu gehört es auch, aufrecht zu sitzen. Israelische Forscher haben eine Methode entwickelt, mit der man garantiert nicht vergisst, auf seine Haltung vor dem Bildschirm zu achten. In einer Studie wurden Teilnehmer in der korrekten Sitzposition vor dem PC geschult. Anschließend wurden ihnen während der Arbeit am Bildschirm regelmäßig zwei Bilder angezeigt. Zum einen ihre aktuelle Sitzposition via Webcam und zum anderen ein während der Schulung aufgenommenes Bild, das sie in der korrekten Sitzposition abbildet.

Die Auswertung der Studienergebnisse zeigte nach nur sechs Wochen, dass sich die Haltung der Teilnehmer durch die Webcam-Korrektur verbessert hat. Die größte Wirkung hatte die Methode bei älteren Angestellten und Personen, die bereits unter Muskel-Skelett-Beschwerden litten. Solch eine Webcam-Korrektur kann sich auch für den Arbeitgeber lohnen. Denn so lassen sich Fehlzeiten und damit Kosten reduzieren.

Die fünf Tipps für den richtigen Auftritt per Videokommunikation stammen von Lifesize Communications, einem Anbieter im Bereich HD-Videokommunikation. Die Studie "The effectiveness of a training method using self-modeling webcam photos for reducing muscoskeletal risk among office workers using computers" ist in der Zeitschrift Applied Ergonomics erschienen. Studienautoren sind Meirav Taieb-Maimon, Julie Cwikel, Bracha Shapira und Ido Orenstein.

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