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An der Digitalisierung kommt keiner vorbei

18.07.2017
Anzeige  Digitalisierung ist wichtig, aber beileibe kein Selbstläufer. Unternehmen, die den Transformationsprozess strategisch angehen wollen, fahren daher besser, wenn sie auf die Unterstützung von Digitalisierungsprofis zurückzugreifen.

Wenn es um die Digitalisierung geht, "fremdeln" noch viele deutsche Unternehmen. Das belegen diverse Studien. Der IT-Branchenverband Bitkom kommt beispielsweise zu dem Schluss: "Die digitale Transformation der Wirtschaft läuft noch nicht rund." Demnach hat nur für 38 Prozent der deutschen Unternehmen die Digitalisierung ein mittleres bis großes Potenzial, um neue Geschäftsmodelle zu erarbeiten; nur 37 Prozent sehen darin eine Option, um neue Produkte und Services zu entwickeln. Und die Studie "Die zwei Gesichter der Digitalisierung", die die Bitkom Research GmbH im Auftrag von Tata Consultancy Services Deutschland anfertigte, ergab, dass nur 50 Prozent der deutschen Unternehmen Digitalisierung als wichtiges Ziel betrachten.

Ein Grund für die zögerliche Haltung ist Praxiserfahrungen von Bechtle zufolge, dass Unternehmen zu stark auf den ganz großen "Digitalisierungs-Wurf" setzen. Das heißt, Unternehmen verbinden Digitalisierung vor allem mit einer massiven Veränderung ihres Geschäftsmodells. Diese Entwicklung betrifft auch die Mitarbeiter und deren Arbeitsalltag. Kein Wunder, dass Fragen aufkommen wie "Ändert sich für mich nun alles?" oder gar "Gefährdet die Digitalisierung meinen Arbeitsplatz?".

Und es sind beileibe nicht nur ältere Kollegen, die sich nicht sicher sind, ob sie mit dem neuen Umfeld zurechtkommen. Denn ein Aspekt der Digitalisierung ist, dass neue Applikationen und Prozesse implementiert werden. Zudem ändert sich die Art der Kommunikation und Zusammenarbeit mit Kollegen und Mitarbeitern in Partnerunternehmen.

Politik der kleinen Schritte

Doch die digitale Transformation lässt sich auch anders umsetzen - in kleinen Schritten. Wer beispielsweise eine Business-Intelligence-Lösung in Controlling-Prozesse einbindet, kann Kosten senken und die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens erhöhen, weil manuelle Arbeiten entfallen. Kommen zudem Cloud-basierte Big-Data-und Analyse-Services zum Einsatz, erhalten Produktentwickler, Marketing- und Vertriebsfachleute sowie Service-Spezialisten in Echtzeit Informationen, auf deren Basis sie neue Dienstleistungen entwickeln und bereitstellen können. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern.

Letztlich bedeutet Digitalisierung somit zweierlei:

  • Die Transformation von Prozessen: Sie ist eine Kernaufgabe der IT-Abteilung in Abstimmung mit Fachabteilungen und der Geschäftsführung. Die Ziele sind leistungsfähigere und effizientere Geschäftsprozesse sowie Kostensenkungen. Dieser digitale Transformationsvorgang lässt sich in mehrere Schritte unterteilen, um eine Überforderung der Mitarbeiter zu vermeiden.

  • Die Digitalisierung von Geschäftsmodellen: Dabei geht es um die Anpassung bestehender Angebote und die Entwicklung neuer, digitaler Produkte. Sie werden konsequent auf die Anforderungen von Kunden ausgerichtet und immer wieder entsprechend angepasst. Das Ziel ist, dem Kunden maßgeschneiderte Angebote bereitzustellen.

Die digitale Basis: Cloud, Mobility, Big Data und Social Media

Die Technologien, mit denen sich eine Digitalisierungsstrategie umsetzen lässt, sind vorhanden: Cloud-Computing stellt Rechenleistung, Speicherplatz und Anwendungen nach Bedarf zur Verfügung. Über Social-Media-Kanäle lassen sich Kunden direkt ansprechen und nach ihren Wünschen befragen.

Big-Data & Analytics-Anwendungen wiederum ermöglichen es, innerhalb kürzester Zeit Auswertungen von großen Datenmengen zu erstellen und die Produktstrategie quasi in Echtzeit anzupassen. Über mobile Endgeräte und entsprechende Apps wiederum können Unternehmen ihren Kunden neue Dienste anbieten, vom mobilen Bezahlen (Mobile Payment) bis hin zum Lebensmittel-Lieferdienst.

Diesen Beispielen geht aber ein wesentlicher Schritt voraus: Business- und IT-Entscheider müssen im Vorfeld ermitteln, wie eine mögliche Digitalisierungs-Initiative und die entsprechenden Maßnahmen die Gesamtstrategie und die künftige Ausrichtung des Unternehmens unterstützt. Tun sie es nicht, wird ein solches Projekt im schlimmsten Fall zum "Flop": Es kostet unnötig Geld, dient nur wenigen, nicht allen Mitarbeitern und es bringt das Unternehmen nicht weiter.

Daher ist es unverzichtbar, die langfristige Ausrichtung und das Selbstverständnis des Unternehmens in der Strategie zu verankern. Daran wiederum muss sich die IT-Strategie ausrichten. Wichtig ist zudem, dass Governance-Strukturen vorhanden sind. Sie sind für die konkrete und durchgängige Umsetzung einer Digitalisierungsstrategie im gesamten Unternehmen unverzichtbar.

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Bechtle hat in dem 80-seitigen Magazin "Bechtle Special Release ZUKUNFTSSTARK" jede Mengen Daten und Hintergrundinformationen zum Thema Digitalisierung zusammengetragen.

Foto: Bechtle

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Unterstützung durch Profis

Einfach "Drauflosdigitalisieren" funktioniert daher in der Praxis nicht. Eine zentrale Rolle bei der digitalen Transformation spielt eine leistungsfähige, flexible und kostenoptimierte IT-Umgebung. Daher steht im ersten Schritt eine Bestandsaufnahme der Unternehmens-IT an, bei der alle vorhandenen IT-Systeme, Services und Geschäftsprozesse erfasst werden. Anschließend wird geprüft, wie diese IT-Landschaft angepasst werden sollte, damit sie die Digitalisierungsstrategie nachhaltig unterstützt.

Das hört sich kompliziert an, ist es aber in der Praxis nicht. Denn Unternehmen können auf die Hilfe von Profis zurückgreifen. Der IT-Dienstleister Bechtle hat beispielsweise mit der Bechtle IT-Landkarte ein Tool entwickelt, mit dem sich die IT-Landschaft erfassen lässt. Auf Grundlage dieser Informationen lassen sich der Digitalisierungsreifegrad eines Unternehmens bestimmen und konkrete Handlungsoptionen ableiten. Letztlich erhält ein Anwender damit verlässliche Kennzahlen, die er als Entscheidungsgrundlage heranziehen kann. Dies ist die Voraussetzung dafür, dass Digitalisierungsprojekte transparent ablaufen und nicht zu einer Reise ins Ungewisse werden.

"Nimm uns mit auf die Reise!"

Apropos "Reise": Jedes Digitalisierungsprojekt steht und fällt mit den Beschäftigten. Geschäftsführung und Abteilungsleiter müssen daher die Mitarbeiter auf dem Weg zum digitalen Unternehmen mitnehmen. Das heißt im Detail, dass ein "Projekt-Marketing" im Unternehmen erfolgen muss. Die Mitarbeiter wissen im Idealfall zu jedem Zeitpunkt, was gerade wo und warum passiert. Wenn es sich anbietet, können erste Schritte auch mit Pilotgruppen und "Key Usern" erprobt werden, um über diese Multiplikatoren Vertrauen in der Organisation aufzubauen. Denn wenn eine Führungskraft die Digitalisierung im Alleingang angeht, ohne seine Mitarbeiter einzubinden, ist dies ebenso kontraproduktiv wie der Rückzug des Chefs aus allen Digitalisierungsangelegenheiten nach dem Motto "Übernehmt ihr das mal".

Ein wichtiger Punkt ist überdies eine offene, auf Zusammenarbeit (Collaboration) ausgerichtete Unternehmenskultur. Starre Hierarchien und eine Kultur der Besitzstandwahrung passen nicht zum digitalen Unternehmen der Zukunft. Auch aus diesem Grund sollte Digitalisierung Chefsache sein. Denn eines ist klar: Digitalisierung ist planbar. Und greift man dabei auf die Hilfe von Profis zurück, lässt sich der digitale Wandel Schritt für Schritt umsetzen.

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