Datenschützer alarmiert

BKA beginnt bald mit Test von Software zur Gesichtserkennung

21.03.2017
Das Bundeskriminalamt (BKA) startet in Kürze mit dem Test einer Gesichtserkennungssoftware. Dies geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Linken-Fraktion im Bundestag hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.
Dienstgebäude des Bundeskriminalamts (BKA) in Berlin
Dienstgebäude des Bundeskriminalamts (BKA) in Berlin
Foto: BKA

Die Software solle "im Bereich der religiös motivierten Kriminalität" eingesetzt werden. "Die Aufnahme eines Probewirkbetriebs steht in Kürze bevor", hieß es. Das System gleicht automatisch Gesichter, die per Videoüberwachung erfasst werden, mit Aufnahmen in Datenbanken ab. Eine solche Maßnahme ist umstritten.

"Die automatisierte Gesichtserkennung ist eine Gefahr für den DatenschutzDatenschutz und das Prinzip der Datensparsamkeit", sagte der Linken-Abgeordnete Andrej Hunko der dpa. Dies gelte insbesondere, "wenn Personen aus der Videoüberwachung im öffentlichen Raum im automatisierten Verfahren mit Porträts in den Datenbanken abgeglichen werden". Hunko befürchtet eine rasante Zunahme des polizeilichen Abgleichs von Gesichtsbildern. (dpa/rs) Alles zu Datenschutz auf CIO.de

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