Autobranche

BMW-Chef Krüger erwartet weitere Zusammenschlüsse

26.04.2017
BMW-Chef Harald Krüger erwartet wegen hoher Kosten für künftige Technologien weitere Zusammenschlüsse rund um die Autobranche. Der Automobilkonzern BMW ist bereits Kooperationen mit Intel, Daimler oder Audi eingegangen.

"Die Entwicklung der strategischen Pfeiler unserer Industrie - autonomes Fahren, Konnektivität, Elektrifizierung und Mobilitätsdienstleistungen - kostet sehr viel Geld", sagte Krüger dem Wirtschaftsmagazin "Bilanz". "Da ist enge, auch branchenübergreifende Zusammenarbeit gefragt."

BMW selbst ist unter anderem Kooperationen mit Intel und der vom US-Konzern übernommenen israelischen Kamerafirma Mobileye eingegangen, um mit dem für 2021 geplanten Modell i-Next einen großen Schritt in Richtung autonomes Fahren zu machen. Gemeinsam mit den deutschen Autobauern Daimler und Audi hatte BMW den Kartendienst Here übernommen, der die Echtzeitdaten für das vom Computer gesteuerte Fahrzeug liefern soll.

Größe habe in der Autoindustrie künftig nicht mehr das gleiche Gewicht wie früher, sagte Krüger dem Magazin. "Mindestens genauso wichtig sind Geschwindigkeit und Kompetenzen", sagte der Vorstandschef. BMW hatte bei den Autoverkäufen im Premiumsegment vergangenes Jahr nach vielen Jahren den Spitzenplatz an den Stuttgarter Rivalen Daimler verloren. "Der Schlüssel für die Zukunft ist Technologieführerschaft", bestätigte Krüger seine Aussagen von der Bilanzpressekonferenz im März. (dpa/ib)

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