Retail IT


TNS Infratest legt Zahlen vor

Die Chancen im Versandhandel

08.09.2009
Von Hartmut  Wiehr

Größere Nachfrage ist laut Marktforschern dagegen im Bereich "MedienMedien“ (Bücher, CDs, DVDs) zu verzeichnen. Hier kann der rein zahlenmäßige Anteil an den Gesamtbestellungen voraussichtlich auf 21 Prozent (2008: 18 Prozent) zulegen, wobei der Umsatz der zweitstärksten Warengruppe aufgrund sinkender Ausgaben pro Kauf nur auf Vorjahresniveau verbleibt (Gesamtumsatz 2008: rund 2,9 Mrd. Euro). Top-Firmen der Branche Medien

Trotz steigender Umsätze ist der Anteil des Versandhandels am gesamten Einzelhandel seit 1986 nur gering gestiegen.
Trotz steigender Umsätze ist der Anteil des Versandhandels am gesamten Einzelhandel seit 1986 nur gering gestiegen.

Weniger Bestellungen (fünf Prozent an Gesamtzahl; 2008: sechs Prozent) verzeichnet die "Unterhaltungselektronik“, die im vergangenen Jahr mit 2,1 Mrd. Euro die drittumsatzstärkste Warengruppe war. Setzt sich der bislang beobachtete Trend fort, sind 2009 Umsatzrückgänge von bis zu zehn Prozent möglich. Wie das Jahr 2009 für den Versandhandel tatsächlich ausfällt, dürfte sich vor allem nach dem wichtigen Weihnachtsgeschäft herausstellen.

Das Beispiel Amazon

Der bvh geht davon aus, dass durchschnittlich jeder Deutsche in diesem Jahr für 354 Euro (2008: 346 Euro) im Versand- und Online-Handel einkauft. Allerdings stagniert der Versand- und Online-Handel mit einem Anteil von etwa sieben Prozent am gesamten Einzelhandel seit Jahren. Selbst wenn der Online-Handel wächst, geschieht dies nicht unbedingt auf Kosten des stationären Handels. Beispiel Amazon: Zwar kaufen viele Menschen inzwischen in diesem Online-Warenhaus ein, aber die große Mehrheit zieht es immer noch vor, sich Bücher oder Elektroartikel im Einzelhandel zu besorgen. 7,4 Prozent Anteil am Einzelhandel für 2009 mögen zwar eine "neue Höchstmarke“ sein, wie der bvh stolz verkündet (2008: 7,2 Prozent), de facto ist es allerdings noch ein kleiner Teil vom großen Kuchen.

Zur Startseite