Healthcare IT


103 Krankenkassen an Bord

Elektronische Patientenakte mitten in der Testphase

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Anfang 2021 ging für die Versicherten der 103 gesetzlichen Krankenkassen die elektronische Patientenakte (ePA) in die Testphase.
Patienten können über die digitale Krankenakte Informationen mit Ärzten austauschen.
Patienten können über die digitale Krankenakte Informationen mit Ärzten austauschen.
Foto: StockLite - shutterstock.com

Kunden der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland können seit dem Jahreswechsel ihre elektronische Patientenakte (ePA) herunterladen. Die PatientenPatienten können medizinische Dokumente mit Ärzten teilen oder archivieren. Die LösungLösung dafür stellen hauptsächlich die IT-Dienstleister Bitmarck und Rise über die App-Stores von Apple und Google zur Verfügung. Sie haben binnen 18 Monaten eine zulassungsfähige Produktlandschaft inklusive App, Akte und Rechenzentrums-Aufbau geliefert. 87 der 103 gesetzlichen Kassen nutzen diese Bitmarck-Anwendung, die anderen Kassen setzen auf weitere Anbieter. Auftraggeber ist das Bundesgesundheitsministerium. Alles zu Healthcare IT auf CIO.de Top-Firmen der Branche Gesundheit

Die Spezifikationen der digitalen Patientenakte gemäß Paragraf 291a Sozialgesetzbuch verantwortet die Organisation Gematik aus Berlin. Sie firmiert als GmbH mit dem Bundesgesundheitsministerium als Mehrheitsgesellschafter. Weitere Partner sind die Bundesärztekammer, der Apothekerverband, die Deutsche Krankenhausgesellschaft, der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen und andere. Das erste Quartal 2021 gilt laut Gematik als Testphase für die ePA. Im zweiten Quartal soll der Rollout erfolgen und bis Jahresende wollen die teilnehmenden Partner flächendeckend vernetzt sein. Der Service ist für die VersichertenVersicherten kostenlos und freiwillig. Top-Firmen der Branche Versicherungen

Bitmarck fordert bessere Abstimmung

Laut Andreas StrausfeldAndreas Strausfeld, Vorsitzender der Bitmarck-Geschäftsführung, sind bei dem Vorhaben "die Welt der Gesetze und Spezifikationen auf die Welt von Apple und Google" getroffen. Er fordert eine bessere Abstimmung. Die elektronische Patientenakte werde künftig gemäß jeder Gematik-Spezifikation weiterentwickelt. Bitmarck holte sich den österreichischen Spezialisten Rise (Research Industrial Systems Engineering) dazu. Das Spin-Off der Technischen Universität Wien hatte sich in einer Ausschreibung von Bitmarck durchgesetzt. Profil von Andreas Strausfeld im CIO-Netzwerk

Bundesgesundheitministerium | Outsourcing
Branche: Public ITPublic IT
Use Case: elektronische Patientenakte (ePA)
Dienstleister: Bitmarck, Rise (Österreich)
mögl. Anwender: Patienten von 87 gesetzlichen Kassen (16 Kassen: weitere Anbieter)
Projektdauer: 18 Monate Entwicklung
Projektlaufzeit: drei Monate Testphase, Ziel: Vernetzung bis Ende 2021 Alles zu Public IT auf CIO.de

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