Strategien


Komplexität managen

Führungskräfte entscheiden zu langsam

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Deutsche Unternehmen behindern sich selbst durch komplizierte Entscheidungsprozesse und langwierige Abläufe. Experten fordern ein neues Komplexitäts-Management.

"Komplexität ist das Kapital der ,neuen Gesellschaft’. Wer mit ihr umgehen kann, hat enorme Vorteile", behauptet Fredmund Malik. Der Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität St. Gallen beschäftigt sich mit Kybernetik und Systemik und betrachtet Komplexität als "Hebel für den Manager des 21. Jahrhunderts". Wer die Regeln hinter dem scheinbaren Chaos erkenne, erziele Wachstum.

Deutsche Unternehmen scheinen mit komplexen Anforderungen aus global verflochtenen Märkten, verschiedenen Regulierungen und unklaren Zuständigkeiten jedoch vor allem überfordert zu sein. Das legt zumindest der "Managementkompass Komplexitätsmanagement" des Beraters Steria Mummert in Kooperation mit dem F.A.Z-Institut nahe.

Demnach beklagen 37 Prozent von 381 befragten Fach- und Führungskräften zu langwierige Entscheidungsprozesse. 30 Prozent erklären außerdem, umfangreiche Geschäftsprozesse sorgten für immer mehr Komplexität. 29 Prozent glauben, dass das Mitarbeiter demotiviert.

27 Prozent der Befragten sehen die Ursache steigender Komplexität darüberhinaus in unternehmenseigenen Hierarchien begründet. 25 Prozent glauben, die Mitarbeiter seien nicht kompetent genug.

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