BMW und Daimler

Fusion von Car2Go und DriveNow rückt näher

28.05.2017
Der Plan sieht vor Car2Go, DriveNow und andere Mobilitätsdienste künftig gemeinsam, aber unter anderem Namen zu bündeln. Dabei sollen die Kosten sinken. BMW-Partner Sixt wäre gern dabei.
BMW möchte DriveNow in ein gemeinsames Unternehmen mit Daimler einbringen.
BMW möchte DriveNow in ein gemeinsames Unternehmen mit Daimler einbringen.
Foto: BMW AG

Die Autokonzerne DaimlerDaimler und BMWBMW planen eine unerwartet weitgehende Allianz ihrer Mobilitätsdienste. Unter anderem sollten die Mietwagentöchter Car2Go und DriveNow künftig unter einem gemeinsamen Markennamen operieren, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe. Die alten Marken würden wahrscheinlich wegfallen. Die Unternehmen wollten die Fusion möglichst bis Ende des dritten Quartals perfekt machen, heißt es in Kreisen der Konzerne. Die Gemeinschaftsfirma werde wahrscheinlich in Berlin, vielleicht aber auch in München sitzen. Offen sei vor allem noch, wie viel die eingebrachten Töchter wert seien. Top-500-Firmenprofil für BMW Top-500-Firmenprofil für Daimler

BMW und Daimler verhandeln inzwischen etwa seit einem halben Jahr über die Fusion. Mit dem Zusammenschluss wollen die AutokonzerneAutokonzerne den Markt für Mobilitätsdienste insbesondere in Europa zügig besetzen. Konkurrenten wie der amerikanische Taxivermittler Uber und künftig vielleicht auch GoogleGoogle sollen es so hierzulande möglichst schwer haben. Nach den aktuellen Plänen wird Daimler auch den Taxivermittler Mytaxi und die Internetplattform Moovel in die Allianz einbringen. BMW betreibt unter anderem die Marken ParkNow (Parkplatzsuche und -vermietung) und ChargeNow (Aufladen von Elektroautos). Alles zu Google auf CIO.de Top-Firmen der Branche Automobil

Die Daimler-Tochter Car2Go soll mit dem BMW-Dienst DriveNow in einem neuen Unternehmen aufgehen.
Die Daimler-Tochter Car2Go soll mit dem BMW-Dienst DriveNow in einem neuen Unternehmen aufgehen.
Foto: Daimler

Der neue Verbund soll möglichst auch für zusätzliche Partner offengehalten werden. Anfragen anderer Autohersteller gebe es bereits, berichten Beteiligte. Streit gibt es bislang noch mit dem Pullacher Mietwagenkonzern SixtSixt. Dem börsennotierten Unternehmen gehören 50 Prozent von BMWs Carsharing-Tochter DriveNow; und Gründer Erich Sixt hat sich öffentlich gegen die Fusionspläne gestellt. Inzwischen heißt es im Sixt-Umfeld aber, der BMW-Partner könne sich auch eine Beteiligung an der gesamten Mobilitätsallianz vorstellen. Den möglichen Wert von DriveNow taxiert Teilhaber Sixt analog einer Analystenstudie von M. M. Warburg auf 480 Millionen Euro. (rs) Top-500-Firmenprofil für Sixt

Links zum Artikel

Branche: Automobil

Thema: Google

Top500-Firmenprofile: BMW, Daimler und Sixt

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus