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Hilti misst Rohstoffkreisläufe mit SAP-Technik

Wolfgang Herrmann ist Editorial Manager CIO Magazin bei IDG Business Media. Zuvor war er unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO und Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.
Mithilfe der SAP Business Technology Platform hat die Hilti Group eine Initiative zur Kreislaufwirtschaft von Rohstoffen gestartet.
Auch beim Werkzeugspezialisten Hilti stehen die Zeichen auf Nachhaltigkeit. Der Konzern will seinen Rohstoffverbrauch transparenter machen und optimieren.
Auch beim Werkzeugspezialisten Hilti stehen die Zeichen auf Nachhaltigkeit. Der Konzern will seinen Rohstoffverbrauch transparenter machen und optimieren.
Foto: PixelBiss - shutterstock.com

Die Baubranche gehört weltweit zu den größten Verbrauchern von Rohstoffen, nur ein Bruchteil davon wird bislang wiederverwertet. Hier setzt der vor allem für seine Werkzeuge bekannte Hersteller HiltiHilti mit einer Lösung für die Kreislaufwirtschaft von Rohstoffen an. Damit soll das Kreislaufwirtschaftsprinzip in den Geschäftsprozessen des international tätigen Unternehmens verankert werden. Top-500-Firmenprofil für Hilti

Das von der Boston Consulting Group (BCG) entwickelte System basiert auf der SAPSAP Business Technology Platform und soll dabei helfen, den Einsatz von Rohstoffen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg zu verfolgen und zu optimieren. Dabei kommt die von BCG entwickelte "Circelligence"-Methode zum Einsatz, mit der sich qualitative und quantitative Kreislaufwerte berechnen lassen sollen. Alles zu SAP auf CIO.de

"Es gibt keinen international anerkannten Standard, wie Kreislaufwirtschaft gemessen wird, im Gegensatz zu Treibhausgasemissionen beispielsweise", erläutert Caroline Stern, Head of Circular Economy der Hilti Gruppe. "Also haben wir für uns einen entwickelt. Letztendlich wollen wir ein Beispiel für die gesamte IndustrieIndustrie erschaffen, nicht nur für die Baubranche, sondern für alle Unternehmen, die auf Kreislaufwirtschaft umstellen." Im Kern gehe es darum, Ressourcen im Kreislauf zu halten und damit gleichzeitig Risiken in der Lieferkette zu minimieren und weniger abhängig von den volatilen internationalen Rohstoffmärkten zu sein. Top-Firmen der Branche Industrie

Hilti setzt auf Wiederverwendung von Bauteilen

Was das konkret bedeutet, erläutert der Konzern an einem Beispiel. So nutze man die aus der neuen Lösung gewonnen Daten etwa zur Wiederaufbereitung in den 70 Reparaturzentren weltweit. Dort entnehmen Hilti-Mitarbeitende etwa Elektronik, Motoren, Rotoren und andere Teile aus zurückgegebenen Geräten. Umfangreiche Tests ermöglichten es, diese Teile wiederzuverwenden, anstatt sie neu zu beschaffen, und das ohne Kompromisse hinsichtlich der Qualität. Komponenten, die sich nicht wiederverwenden lassen, würden von qualifizierten Partnern recycelt.

"Wir sind stolz darauf zu sehen, wie die Hilti Gruppe bei der Entwicklung und Anwendung dieser Methodik Pionierarbeit geleistet hat", sagt Alexander Meyer zum Felde, Global Product Lead Circular Economy bei BCG. "Wir freuen uns darauf, wie Circelligence anderen Unternehmen helfen kann, ihre Kreislaufinitiativen zu verbessern und durch mehr Effizienz bei der Ressourcennutzung mehr zu erreichen."

"Hilti und SAP haben eine 40-jährige gemeinsame Geschichte", kommentiert Scott Russell, Vorstandsmitglied der SAP SE und Leiter des Bereichs Customer Success. "Heute schlagen wir ein weiteres Kapitel auf, in dem wir mit unseren Cloud-Lösungen einen neuen Standard für Nachhaltigkeit in der Baubranche setzen." Zusammen mit dem SAP-Partner BCG nutze Hilti die Business Technology Platform, um mehr kontextbezogene Daten über die Prozesse hinweg einzubeziehen und so der Vision einer Kreislaufwirtschaft näher zu kommen.

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