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Falsche Auswahlkriterien, ungenaue Pflichtenhefte

IT-Projekte scheitern oft schon an der Ausschreibung

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Fast jedes zweite Unternehmen führt Probleme mit IT-Projekten auf Mängel bei der Ausschreibung zurück. Häufigste Fehlerquelle: Unklare Kriterien bei der Anbieterauswahl. Das hat eine Studie von Xact4u Strategy Consulting ergeben.
Viele IT-Projekte scheitern an Schwächen bei der Ausschreibung.
Viele IT-Projekte scheitern an Schwächen bei der Ausschreibung.

Ein genauer Blick auf die Zahlen zeigt, dass 29 Prozent der Befragten in etwa jedem dritten IT-Projekt Schwierigkeiten haben, die mit einer schlechten Ausschreibung begründet werden. 14 Prozent sagen das von jedem zweiten Projekt und vier Prozent sogar für fast jedes.

Worin genau liegen die Knackpunkte? Mit 55 Prozent der Nennungen stehen unklare Kriterien bei der Anbieterauswahl vorn. 52 Prozent der Studienteilnehmer monieren außerdem unzureichend definierte Anforderungen.

44 Prozent der Befragten sprechen von Kompetenzmängeln des Lösungspartners, 31 Prozent fanden die Koordination mit dem Partner schwierig und 26 Prozent sprechen von unrealistischen Erwartungen.

Professionelle Unterstützung und bessere Standards sollen helfen, Schwächen bei der Ausschreibung von Projekten zu vermeiden.
Professionelle Unterstützung und bessere Standards sollen helfen, Schwächen bei der Ausschreibung von Projekten zu vermeiden.

Die Probleme sind erkannt, Abhilfe jedoch ist nur bedingt in Sicht: Jedes dritte Unternehmen will keine Konsequenzen ziehen. 29 Prozent geben an, künftig stärker professionelle Unterstützung wählen zu wollen, und nur gut jeder Fünfte (21 Prozent) nimmt die Standards für Ausschreibungen in Angriff. 17 Prozent schließlich setzen auf Mitarbeiterschulungen.

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