Ständig erreichbar

Jeder Zweite surft privat am Arbeitsplatz

Andrea König schreibt seit 2008 für CIO.de. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager. Die Arbeit als freie Autorin für verschiedene Redaktionen ist mittlerweile kein Vollzeitjob mehr - hauptberuflich arbeitet sie als PR-Beraterin bei einer Hamburger Kommunikationsagentur.
Während der Arbeitszeit privat zu surfen gehört genauso dazu wie abends und am Wochenende für Kollegen und Kunden erreichbar zu sein, ergab eine Bitkom-Studie.

Jeder Zweite nutzt das Internet während der Arbeitszeit auch privat. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Branchenverbands Bitkom, an der 538 Berufstätige teilnahmen. 28 Prozent nutzen das Internet mindestens einmal täglich während der Arbeitszeit für private Zwecke. Elf Prozent surfen mehrfach pro Woche, fünf Prozent mehrfach im Monat und sechs Prozent einmal pro Monat oder seltener. Die übrigen 49 Prozent der Berufstätigen nutzen das Internet während der Arbeit nie privat.

Knapp die Hälfte der privat surfenden Berufstätigen ruft den privaten Mail-Account auf.
Knapp die Hälfte der privat surfenden Berufstätigen ruft den privaten Mail-Account auf.
Foto: AXA

Weibliche Mitarbeiterinnen tun dies häufiger als die männlichen (55 gegenüber 48 Prozent). Im Durchschnitt nutzt jede dritte Frau den Webzugang ihres Arbeitgebers mindestens einmal täglich, bei den Männern ist es jeder vierte. Nach Alter betrachtet kommt die private Internetnutzung am häufigsten bei den 30- bis 49-Jährigen vor. 58 Prozent von ihnen sind während der Arbeitszeit privat online. Bei den 14- bis 29-jährigen Berufstätigen sind es 48 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 36 Prozent.

Wer während der Arbeitszeit das Internet für private Zwecke nutzt, ruft am häufigsten das private E-Mail-Konto auf (47 Prozent). 30 Prozent der Befragten nutzen andere Unterhaltungsangebote, 25 Prozent suchen Informationen für private Zwecke. Jeweils etwa ein Fünftel nimmt Online-Buchungen vor oder kauft im Internet ein. Ein soziales Netzwerk nutzen 13 Prozent am Arbeitsplatz für private Zwecke, acht Prozent spielen Online-Games. Bei dieser Frage waren Mehrfachnennungen möglich.

Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben verschwimmen zusehends. So wie die Befragten während der Arbeitszeit das Internet für private Zwecke nutzen, sind sie nach Dienstschluss oft weiter für berufliche Belange erreichbar. 42 Prozent der Berufstätigen bestätigen, dass sie keine Grenze mehr zwischen ihrem Privatleben und ihrem Beruf sehen.

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