Kluft zwischen Behörden und Wirtschaft öffnet sich weiter

Öffentliche Verwaltung verschläft BI-Chance

Werner Kurzlechner lebt als freier Journalist in Berlin und beschäftigt sich mit Rechtsurteilen, die Einfluss auf die tägliche Arbeit von Finanzentscheidern nehmen. Als Wirtschaftshistoriker ist er auch für Fachmagazine und Tageszeitungen jenseits der IT-Welt tätig.
Einmal mehr zeigt sich die öffentliche Verwaltung schlafmütziger als die freie Wirtschaft. Unternehmen setzen im Schnitt doppelt so häufig auf Business Intelligence (BI) wie Behörden, obwohl gerade diese derzeit stark vom BI-Einsatz profitieren könnten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Butler Group.
Wenn Behörden in BI investieren, dann vor allem zum Management ihrer Finanzen.
Wenn Behörden in BI investieren, dann vor allem zum Management ihrer Finanzen.
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Nur ein Fünftel der öffentlichen Institutionen setzen bislang BI ein, während von den Firmen bereits 40 Prozent auf dieses Hilfsmittel zurückgreifen. Dieser Befund gilt laut Butler Group für Europa und die Vereinigten Staaten.

Die Behörden hinken nicht nur hinterher, sie verlieren sogar weiter an Boden. In den folgenden zwei Jahren wollen lediglich 15 Prozent der öffentlichen Einrichtungen in BI investieren. Von den privaten Unternehmen haben das 28 Prozent vor.

BI-Software ermöglicht es Organisationen, ein enormes Volumen an Daten zu sammeln und zu speichern. Nicht nur das: Mit Hilfe von BI können sie das Material leicht für Analyse und Planung aufbereiten. So ermöglicht dieses Instrument, auf einem stabileren Wissens-Fundament zu entscheiden.

Hier setzt die Kritik von Butler-Analystin Sarah Burnett an. Just zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die Ämter modernisieren, besseren Service bieten wollen und verstärkt Informations- und Kommunikations-Technologien nutzen, würde auf elementare Kontroll-Informationen fahrlässig verzichtet.

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