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Telemedizin: Aufschwung bis 2020

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Telemedizin findet in Europa überwiegend in Modellprojekten statt. Marktforscher prognostizieren dennoch zehn Prozent Wachstum.
Telemedizin: Aufschwung bis 2020.
Telemedizin: Aufschwung bis 2020.

Obwohl es Telemedizin in Europa bereits seit 25 Jahren gibt, fehlt nach Ansicht der Analysten von Deutsche Bank Research (DB Research) "in vielen Ländern derzeit oft noch eine klare Strategie für einen breiten Einsatz". Dabei helfen medizinische Dienstleistungen, bei denen Technik zur Überwindung von räumlichen Entfernungen eingesetzt wird, Geld zu sparen, wie Uwe Perlitz, Autor einer Studie für DB Research, feststellt: "Mit Telemedizin lassen sich Effizienzvorteile gegenüber traditionellen Behandlungsmethoden erzielen."

Für die Anwender bedeute die Technik mehr Komfort und könne Arztbesuche oder Klinikaufenthalte ersetzen. Obwohl gerade in Deutschland die Fragmentierung des Marktes ein Hindernis für einen flächendeckenden Einsatzvon Telemedizin ist, rechnen die Analysten von DB Research dennoch mit einem Aufschwung: "In den kommenden Jahren dürften sich die Rahmenbedingungen zugunsten der Telemedizin verbessern", weil im Zuge der vergreisenden Bevölkerung die Zahl chronisch Kranker zunehme. Gerade diese Patienten aber seien für eine telemedizinische Anwendung geradezu prädestiniert.

Die 2. Ausgabe der Health-IT.
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"Alles in allem", so die vorsichtige Schätzung von Perlitz, "dürfte in Europa von 2006 bis 2020 der Umsatz für Telemedizin voraussichtlich um durchschnittlich ein Zehntel pro Jahr wachsen, während die Gesundheitsausgaben nur halb so schnell zunehmen." Dabei werde der ambulante Sektor stärker von diesem Aufschwung profitieren als der stationäre Bereich.


Dieser Artikel stammt aus der Health-IT-Ausgabe 4/2010, die sie kostenfrei als PDF herunterladen können.

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