Strategien


Software-Lizenzmanagement

Wie CIOs ein Software-Audit überstehen

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Software-Anbieter gehen immer aggressiver vor, um die Einkünfte aus Software-Lizenzen zu maximieren. Die Analysten von Forrester raten bei Ankündigung eines Audits zum Verhandeln: Wer zugibt, dass Lizenzen fehlen und nachkauft, kann die Prüfung um bis zu drei Jahre verschieben.

Steht ein Software License Audit an, erstarrt mancher CIO wie das Kaninchen vor der Schlange. Dazu gibt es keinen Grund, so der US-Marktforscher Forrester. Die Analysten beobachten zwar, dass der Wind rauer weht - manches Software-Unternehmen versuche wohl, krisenbedingte Umsatzausfälle abzufedern. CIOs sollten jedoch erst einmal Ruhe bewahren - und den eigenen Handlungsspielraum ausschöpfen.

Konkret schlagen die Analysten folgende Sofort-Maßnahmen vor:

1. Gleich antworten und die Sache selbst in die Hand nehmen. Wer nicht oder zu spät auf die Ankündigung einer Software-Prüfung reagiert, riskiert, dass die Sache beim CEO landet. Andererseits darf man dem Audit-Team nicht freie Hand lassen.

Am Besten ist es, gleich einen Termin vorzuschlagen, um das Vorgehen zu besprechen. Bei diesem Termin sollte das Anwender-Unternehmen erstens sein Software Asset Management (SAM) präsentieren - und zweitens signalisieren, dass es "nicht bereit ist, sich herumschubsen zu lassen".

2. Den Compliance-Verantwortlichen an den Tisch holen. Die Analysten tun ihre Hoffnung kund, jedes Unternehmen möge ein SAM-Team haben - wo es keines gibt, steige die Gefahr von Non-Compliance.

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