Retail IT


Online-Shop Emeza startet

Wie Zalando den Luxus-Markt erobern will

13.05.2013
Von Carina Kontio

Gibt es exklusive Emeza-Eigenmarken?

Das spannende an Kiomi ist ja, dass es eine reine Online-Marke ist, die es in keinem Laden zu kaufen gibt. Wird es in Zukunft auch exklusive Emeza-Marken geben oder die Zalando-Eigenmarken?

Als Emeza sind wir ja ein Händler und dementsprechend in erster Linie dazu da, die Markenpartner, die über uns vertreiben wollen, anzubieten. Das Thema Drittvertrieb steht für uns aktuell nicht auf der Agenda. Das entspricht einfach nicht unserem Geschäftsmodell.

Keine Emeza-Handtaschen und keine Emeza-Kleider? Zalando hat am Anfang schließlich auch nur Schuhe von anderen verkauft und inzwischen mindestens zwölf Eigenmarken unterm Dach.

Ganz klar, Emeza wird keine Produktmarke sein. Und da sich die Eigenmarken von Zalando in einem anderen Preissegment bewegen, werden wir sie auch nicht über Emeza anbieten.

Probleme mit der Retourenquote, Millionenverluste und Kritik an den Arbeitsbedingungen von Leiharbeitern: Mit solchen Negativschlagzeilen kann man keine Luxusmode verkaufen. Welche Rolle spielt das beim Aufbau Ihres eigenständigen Zalando-Ablegers Emeza?

Wir haben im Marketing bewiesen, dass wir eine Zielkundschaft mit einem emotionalen Wert aufladen, erreichen und begeistern können. Diese Fähigkeiten nutzen wir für Emeza. Gleichzeitig haben wir aber natürlich verstanden, dass wir in einem neuen Markt operieren und dass wir uns auf den Luxus-Kunden einstellen müssen. Und das Schöne an der Kooperation ist eben, das wir uns durch die Strukturen, die Zalando geschaffen hat, komplett auf das Luxus-Segment konzentrieren können und darauf, ein Luxus-Einkaufserlebnis zu schaffen.

Also spielen die Schlagzeilen keine Rolle?

Nö.

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