iPad


Chrome, Opera Coast, Dolphin

7 alternative Browser fürs iPad

Thomas Joos ist freiberuflicher IT-Consultant und seit 20 Jahren in der IT tätig. Er schreibt praxisnahe Fachbücher und veröffentlicht in zahlreichen IT-Publikationen wie TecChannel.de und PC Welt. Das Blog von Thomas Joos finden Sie unter thomasjoos.wordpress.com.
Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Das iPad eignet sich ideal für Ausflüge ins Web. Der mitgelieferte Browser lässt allerdings durchaus Funktionen vermissen. CIO.de zeigt sechs Alternativen, die Safari aufs Altenteil schicken.

Seitdem das iPadiPad auf dem Markt ist, hat Apple zwar einige Änderungen am Safari-Browser vorgenommen, dennoch bevorzugen viele Anwender andere Browser, die sie zum Beispiel auch vom Desktop kennen. Im App-Store gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen, wenn man nach dem Schlagwort "Browser" sucht. Die Installation der neuen Browser ist einfach: Wie bei jeder anderen App erfolgt sie komplett über iTunes oder direkt auf dem Gerät. Die meisten Browser sind kostenlos oder bieten zumindest eine kostenlose Lite-Version. Alles zu iPad auf CIO.de

Chrome

Chrome von Google ist auf dem Desktop einer der beliebtesten Browser. Der Browser ist nicht auf Desktop-Systeme beschränkt, sondern lässt sich auch auf dem iPad und dem iPhone verwenden. Chrome für iPhone und iPad kann man bequem über den App Store herunterladen und installieren. Chrome kann sich mit anderen Installationen des Browsers abgleichen, wenn man sich an einem Google-Konto anmeldet. Die große Adresszeile dient nicht nur der Eingabe von URLs, Nutzer können sie auch zur Suche nach Begriffen nutzen. Eingaben, die keine vollständigen Adressen darstellen, werden automatisch an Google übergeben, Chrome zeigt dann die jeweiligen Ergebnisse an.

Machine Learning: Anbieter und Trends - Foto: Zapp2Photo - shutterstock.com

Machine Learning: Anbieter und Trends

Besonders interessant ist der Browser in Kombination mit einer Desktop-Installation von Chrome. Dann kann man sich am eigenen Google-Konto anmelden und geöffnete Tabs, Lesezeichen und Passwörter zwischen dem Desktop-Browser und dem mobilen Gerät synchronisieren. Der Browser ist angenehm schnell. Zudem unterstützt er leider keine Erweiterungen oder Plugins. Dafür ist die App kostenlos, ein Versuch schadet also nicht.

Firefox

Firefox ermöglicht die Synchronisierung von Einstellungen, Kennwörtern und Favoriten zwischen verschiedenen Geräten, genauso wie Google Chrome.
Firefox ermöglicht die Synchronisierung von Einstellungen, Kennwörtern und Favoriten zwischen verschiedenen Geräten, genauso wie Google Chrome.
Foto: Thomas Joos/Screenshot

Auch Firefox ist als Version für das iPad/iPhone verfügbar. Wie viele Apps, passt sich der Browser an das Endgerät an, auf dem er installiert ist. Sie können Firefox also auf dem iPhone und dem iPad betreiben. Mit Firefox nutzen Sie mehrere Tabs, können Links teilen und Ihre Lesezeichen mit anderen Geräten synchronisieren. Wer Firefox auf dem Desktop nutzt, kann alle Daten zwischen Smartphone/Tablet und PC synchronisieren.

Beim Starten zeigt Firefox häufig verwendete Seiten als Kacheln an.
Beim Starten zeigt Firefox häufig verwendete Seiten als Kacheln an.
Foto: Thomas Joos/Screenshot

Opera Coast

Opera Coast steht für iPhone und iPad zur Verfügung. Die Steuerung mit Gesten beschleunigt die Arbeit mit dem Browser. Seine Daten kann der Browser auch mit iCloud synchronisieren und so auf verschiedenen Geräten aktuell halten. Der Browser bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und ist vor allem für das Anzeigen von Webseiten optimiert. Es gibt wenige Bedienelemente und auch die Adressleiste wird standardmäßig ausgeblendet.

Opera Coast ist vor allem für das Webbrowsen optimiert. Die Oberfläche ist sehr einfach gehalten, unnötige Bereiche werden ausgeblendet.
Opera Coast ist vor allem für das Webbrowsen optimiert. Die Oberfläche ist sehr einfach gehalten, unnötige Bereiche werden ausgeblendet.
Foto: Thomas Joos/Screenshot

TOR VPN-Browser

Wer besonders sicher und anonym auf dem iPhone/iPad surfen will, nimmt den bekannten TOR-Browser. Dieser steht auch für iPhone und iPad zur Verfügung. Der Browser verbindet sich, wie die Desktop-Variante, mit dem TOR-Netzwerk. So lassen sich Internetzugriffe kaum nachverfolgen. Wer keine Werbung erhalten will, muss zur kostenpflichtigen Pro-Version wechseln.

MX5 Cloud Browser

Der für verschiedene Plattformen verfügbare MX5 Cloud Browser ist aufgrund seiner zahlreichen Features weit mehr als nur ein weiterer Web-Browser für das iPad. So besitzt die kostenlose App unter anderem mit Passkeeper einen eigenen Passwort-Manager, Maxnote als Evernote-Alternative, den Shadow-Mail-Dienst UUMail zum Schutz vor Spam, einen QR-Code-Scanner, einen Download Manager zum Laden von Daten im Hintergrund, Tapped-Browsing, Inkognito-Modus und, und, und. Die Bedienoberfläche ist sehr benutzerfreundlich und alle Bookmarks, Notizen, Tabs und Einstellungen lassen sich über die Cloud zwischen den einzelnen Geräten synchronisieren.

Die einzige Frage ist, ob man seine Daten einem chinesischen Anbieter anvertraut, zumal Maxthon zumindest in der Vergangenheit angeblich auch andere Nutzerdaten sammelte.

Der MX5 Cloud Browser ist auf verschiedenen Geräte nutzbar.
Der MX5 Cloud Browser ist auf verschiedenen Geräte nutzbar.
Foto: Maxthon

Dolphin for iPad/iPhone

Der Dolphin-Browser soll den mitgelieferten Safari-Browser nach Wunsch der Entwickler komplett ersetzen. Das zeigt sich bereits beim Start: Dolphin zeigt eine Auswahl von Webseiten, die für den Nutzer interessant sein können, direkt im Speed-Dial an. Ein Klick auf das entsprechende Icon startet sofort die zugehörige Webseite.

Auch die Browsing-Funktionen des Dolphin-Browsers können überzeugen: Die App unterstützt Tabbed-Browsing, die Adressleiste fungiert zeitgleich als Eingabefeld für Suchen. Besonders clever ist dabei die Gesten-Funktion. Damit lässt sich der Browser über einzelne, aufgemalte Gesten steuern. Das klappt auch für Lesezeichen: Ein gemaltes G öffnet etwa die Webseite von Google. Mit Dolphin Connect synchronisieren Sie Ihre Favoriten zwischen verschiedenen Geräten, zum Beispiel zwischen iPhone und iPad. Für Desktop-Browser (Chrome, Firefox, Safari) gibt es Erweiterugnen. Die Applikation ist kostenlos im App Store erhältlich.

Dolphin lässt sich auf dem iPhone und dem iPad nutzen.
Dolphin lässt sich auf dem iPhone und dem iPad nutzen.
Foto: Thomas Joos/Screenshot

Free Private Incognito Browser

Nicht immer möchte man, dass andere Nutzer nachvollziehen können, wohin man gesurft ist. Desktop-Browser bieten dafür meist einen sogenannten Private-Modus, der keine Daten und Cookies abspeichert. Google Chrome und andere Browser unterstützen diese Funktion im Übrigen auch.

Das Interface von Incognito ist einfach: Ein Adressfeld und auf der Startseite ein Google-Suchfenster, mehr braucht es nicht. Sobald man mit dem Surfen fertig ist, reicht es, den Browser durch einen Druck auf die Home-Taste zu schließen. Anschließend werden alle Surf-Spuren gelöscht, bei einem Neustart erhält man wieder die Standardansicht.

Mit seinem minimalistischen Interface ist Incognito ein perfektes Beispiel, wie man ein spezielles Problem lösen kann. Die App ist zwar kein kompletter Ersatz für Safari, lässt sich aber wunderbar parallel betreiben.