Sparplan

Deutsche Bank könnte Mitarbeiter-Boni einbehalten

17.01.2017
Die Deutsche Bank könnte laut einem Pressebericht die Boni von 90 Prozent der Händler und Bankangestellten einbehalten.
Der Deutsche-Bank-Vorstand denke intensiv über eine Kürzung der variablen Vergütung nach, hieß es.
Der Deutsche-Bank-Vorstand denke intensiv über eine Kürzung der variablen Vergütung nach, hieß es.
Foto: The World in HDR - shutterstock.com

Wie die "New York Post" unter Berufung auf eine eingeweihte Person am Dienstag berichtet, werden nur die besten 10 Prozent einen Bonus für 2016 erhalten. Die Boni könnten dabei in einem Zeitraum von fünf Jahren ausgeschüttet werden. Die Pläne seien aber noch in der Diskussion und könnten sich noch ändern. Die Deutsche BankDeutsche Bank wollte auf Anfrage keinen Kommentar dazu abgeben. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Bank

Am vergangenen Freitag hatte die "Börsen-Zeitung" darüber berichtet, dass der Bonustopf für die Mitarbeiter der Deutschen Bank aller Voraussicht nach für 2016 erneut kleiner ausfallen wird. "Da werden wir den Gürtel enger schnallen müssen. Ich glaube, dass es eine deutliche Reduktion geben wird", zitierte die Zeitung aus Aufsichtsratskreisen. Auch der Vorstand denke intensiv über eine Kürzung der variablen Vergütung nach, hieß es. Ein Sprecher des Konzerns wollte den Bericht seinerzeit auf Anfrage nicht kommentieren.

Die Deutsche Bank hatte den Gesamtbetrag für die variable Vergütung im Konzern in den vergangenen Jahren kontinuierlich abgeschmolzen: Für das Jahr 2013 waren es noch rund 3,2 Milliarden Euro, ein Jahr später 2,7 Milliarden und für 2015 dann 2,4 Milliarden. Zugleich jedoch bekamen Festvergütungen steigendes Gewicht.

Viel Zeit für eine Entscheidung über den aktuellen Bonuspool bleibt nicht mehr: Die Boni für das abgelaufene Geschäftsjahr werden üblicherweise im März ausgezahlt. Am 2. Februar will Deutschlands größtes Geldhaus seine Bilanz für das Jahr 2016 vorlegen. Nach dem Rekordverlust von 6,8 Milliarden Euro im Jahr 2015 erwarten Analysten auch für das gerade abgelaufene Jahr rote Zahlen. Teure Rechtsstreitigkeiten und der laufende Konzernumbau belasten die Deutsche Bank nach wie vor. (dpa/rs)

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