CME, MSCI, Nasdaq, New York Stock Exchange

Deutsche Börse führte weitere Fusionsgespräche

23.10.2017
Die Deutsche Börse hat in den Jahren 2015 und 2016 laut einem Pressebericht nicht nur mit der Londoner Börse (LSE) Fusionsgespräche geführt.
Eine Fusion der Deutschen Börse mit einer anderen kam nie zustande. Die EU meldete Wettbewerbsgründe an.
Eine Fusion der Deutschen Börse mit einer anderen kam nie zustande. Die EU meldete Wettbewerbsgründe an.
Foto: Matyas Rehak - shutterstock.com

Die Deutsche BörseDeutsche Börse hätte auch mit dem Indexanbieter MSCI aus New York gesprochen, berichtet die "Wirtschaftswoche" und zitiert dazu aus einem Gutachten-Entwurf der Kanzlei Linklaters. Allerdings sei Börsenchef Carsten Kengeter nicht persönlich an den Treffen mit dem Codenamen "Moon" beteiligt gewesen. Ein Sprecher der Deutschen Börse bestätigte auf Nachfrage, dass der Dax-Konzern die Papiere in Auftrag gegeben hat. Zum Inhalt wollte er sich aber nicht äußern. Top-500-Firmenprofil für Deutsche Börse

Als MSCI-Chef Henry Fernandez am 23. Februar 2016 von den LSE-Verhandlungen erfahren habe, sei er verärgert gewesen, schreibt das Magazin. Er habe an Kengeter geschrieben, er sei "schockiert". Kengeter habe außerdem von Oktober 2015 bis September 2016 zahlreiche weitere Gespräche geführt, etwa mit den Chefs der New York Stock Exchange und der Techbörse Nasdaq. Zudem sei eine Kooperation mit der weltgrößten Terminbörse CME angedacht gewesen.

Die BörsenfusionBörsenfusion zwischen der Deutschen und der Londoner Börse war im März endgültig geplatzt. Die EU-Kommission hatte den milliardenschweren Deal aus Wettbewerbsgründen untersagt. (dpa/rs) Top-Firmen der Branche Finanzen

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