Netzwerkausrüster

Ericsson vor massiven Einschnitten

17.08.2017
Vom Sparplan des in der Krise steckenden Netzwerkausrüsters Ericsson könnten einem Pressebericht zufolge rund 25000 Arbeitsplätze betroffen sein.
Ericsson steht Medienberichten zufolge vor einem Arbeitsplatzabbau.
Ericsson steht Medienberichten zufolge vor einem Arbeitsplatzabbau.
Foto: Roland Magnusson - shutterstock.com

Den internen Plänen zufolge sollen diesmal nur Mitarbeiter außerhalb Schwedens die Last der Kostensenkungen tragen, schrieb die Tageszeitung "Svenska Dagbladet" am Donnerstag auf ihrer Webseite. Mitte des Jahres beschäftigte der Ausrüster für Telekomnetze etwa 109000 Mitarbeiter - das waren bereits 7000 weniger als ein Jahr zuvor. In Schweden hat Ericsson bereits Tausende Jobs gestrichen. Der Konzern wollte Einzelheiten zu seinem weiteren Sparkurs der Zeitung gegenüber nicht kommentieren. An der Stockholmer Börse notierten die Aktien am Mittag kaum verändert.

Ericsson-Chef Börje Ekholm will die jährlichen Kosten wegen derzeit schwacher Geschäfte mit den Netzbetreibern um rund 10 Milliarden schwedische Kronen (1,05 Mrd Euro) senken. Bis Mitte des kommenden Jahres will er das erreicht haben. Gleichzeitig hatte Ericsson auch angekündigt, sich aus vielen Geschäften zurückzuziehen und das eigene Angebot zu verschlanken, wodurch die Umsätze bis 2019 ebenfalls um 10 Milliarden Kronen sinken dürften.

Bisher nur Spekulationen

Welche Sparten und Länder genau betroffen sein werden, dazu hält sich das Unternehmen noch bedeckt. Laut Insider-Informationen der Zeitung sollen der schwedische Bereich mit seinen zuletzt 14000 Beschäftigten genauso tabu sein wie die Ingenieure in Forschung und Entwicklung. Während Ericsson für dieses Jahr Umbaukosten unter anderem für den Jobabbau von nahezu 8 Milliarden Kronen angedeutet hat, sollen die voraussichtlichen Kosten für das kommende Jahr erst noch bekanntgegeben werden.

Im Jahr 2016 hatten die Schweden bereits einen Umsatzschwund von fast 10 Prozent auf knapp 223 Milliarden Kronen verkraften müssen, in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres war es weiter kräftig bergab gegangen. Zuletzt rutschte der Konzern in die roten Zahlen. (dpa/rs)

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