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2 statt 16 Euro pro Rechnung

Fünf Invoicing-Trends 2010

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in München.

4. Praxistaugliche Migrationskonzepte zur e-Rechnung

Papierrechnungen werden über einen absehbaren Zeitraum erhalten bleiben, auch wenn E-Invoicing auf dem Vormarsch bleibt. Für 2010 gilt daher die Formel "Evolution statt Revolution". Unternehmen sollten nicht mehr nur zwischen "e" und "Papier" unterscheiden. Vielmehr müssen sie die Grundlage für einen geplanten und effizienten Übergang in Rechnungsein- und -ausgang legen.

Da in den seltensten Fällen zwei miteinander kooperierende Unternehmen gleichzeitig auf e-Rechnungen umstellen, gilt es, Hemmschwellen abzubauen und selektiv den Druck auf die Geschäftspartner zu erhöhen. Dazu zählen etwa die immer populärer werdenden Maßnahmen wie gezielte Rabattaktionen oder Bearbeitungsgebühren pro Papierrechnung.

5. Staatliches Engagement zur Förderung der e-Rechnung

Europaweit sollen die technischen Standards und Gesetze zur elektronischen Rechnungsstellung vereinheitlicht werden. Insgesamt 18 Milliarden Euro ließen sich bei den Unternehmen dadurch an Verwaltungskosten einsparen.

Digitale Rechnungen für den Klimaschutz

Auch die neue Regierung in Deutschland hat in ihrem Koalitionsvertrag einen unbürokratischen Umgang mit der elektronischen Rechnungsstellung festgeschrieben. Zwar dauert die Legislaturperiode bis 2013; erste Entscheidungen zur Gesetzgebung sind jedoch schon 2010 Jahr möglich, insbesondere im Rahmen von De-Mail und vor dem Hintergrund des Klimaschutzes. Denn elektronische Rechnungen bieten nicht nur Vorteile für die Unternehmen, sondern auch für die Umwelt: 40 Prozent weniger CO2, hat Itella ausgerechnet, sind mit papierlosem Rechnungsversand möglich. Und das ist doch mal eine wirklich gute Nachricht.

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