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Digitale Produktion

GKN Powder Metallurgy digitalisiert Prozesse

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Der Metallverarbeiter optimiert die Abläufe in den Produktionsstätten.
Über eine Smartwatch erhalten die Arbeiter bei GKN Powder Metallurgy Informationen.
Über eine Smartwatch erhalten die Arbeiter bei GKN Powder Metallurgy Informationen.
Foto: GKN Powder Metallurgy

GKN Powder Metallurgy hat sich für die Plattform Workerbase des gleichnamigen Startups entschieden, um Abläufe in der Produktion zu digitalisieren. Der MetallverarbeiterMetallverarbeiter hat einen mehrjährigen Lizenzvertrag mit dem Münchener Dienstleister abgeschlossen. Das Volumen ist sechsstellig. Top-Firmen der Branche Industrie

Bei der Pulvermetallurgie geht es um das Herstellen und Weiterverarbeiten von Metallpulvern. Diese werden mechanisch in Formwerkzeugen oder Pressen verdichtet und bei hohen Temperaturen oder in Warmwalzen gesintert, also aus einem fein- oder grobkörnigen Grünkörper in ein festes Werkstück verändert. Das Ergebnis sind feste, feingefügige Halbzeug- oder Fertigteile. Dieser Vorgang ist fehleranfällig, etwa dann, wenn verschiedene Metallpulver hintereinander zu verarbeiten und die Maschinen neu auszurichten sind. Vor dem IT-Projekt mussten sich die Arbeiter die nötigen Informationen erst beschaffen. Dabei mussten sie innerhalb der Produktionsstätten Wege zurücklegen, was Zeit gekostet hat.

Plattform integriert Daten aus IoT und MES

Mittlerweile organisiert die neue digitale Plattform mehr als 80 Prozent der händischen Tätigkeiten. Damit koordiniert Workerbase täglich mehr als 5.000 Aktivitäten. Die Anwendung integriert Daten aus dem Manufacturing Execution System (MES), dem Internet of ThingsInternet of Things (IoT) und weiteren Systemen von GKN PM. Workerbase erkennt beispielsweise Abweichungen vom Regelbetrieb automatisch, außerdem melden die Arbeiter Probleme weiterhin manuell. Das System ermittelt dann den nach Fertigkeiten, Standort oder Verfügbarkeit besten Ansprechpartner. Die Arbeiter erhalten alle nötigen Informationen über mobile Endgeräte sowie über eine eigens für den industriellen Betrieb konzipierte Smartwatch. Alles zu Internet of Things auf CIO.de

Im Ergebnis konnte GKN PM Wartungs- und Ausfallzeiten reduzieren. In einzelnen Fabriken stieg die Produktivität um ein Fünftel. Vom ersten Konzept bis zum Live-Betrieb in der Produktion vergingen weniger als drei Monate. Das Unternehmen will die Plattform an mehr als zehn Standorten weltweit einsetzen. Nach den Worten von Paul Mairl, Chief Digital Officer bei GKN Powder Metallurgy, funktioniert die gesamte Produktion jetzt schneller und agiler.

GKN Powder Metallurgy | Plattform
Branche: Metallverarbeitung
Use Case: bessere Auslastung der Maschinen, geringere Wartungszeiten
Produkt: Workerbase
Anbieter: Workerbase, München
Volumen: mehrjähriger Lizenzvertrag im sechsstelligen Bereich
Einsatzgebiet: mehr als zehn Standorte

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