Anonym im Internet

So verbergen Sie Ihre IP-Adresse

Martyn Casserly schreibt als freier Journalist unter anderem regelmäßig für unsere US-Schwesterpublikationen TechAdvisor und Macworld.
Ihre Internet-Aktivitäten und Ihr physischer Standort sollen geheim bleiben? Dann sollten Sie diese Tipps befolgen.

Man kann durchaus den Eindruck bekommen, dass es von Tag zu Tag schwerer wird, seine Privatsphäre in der Onlinewelt zu wahren. Eines der gängigsten Probleme dabei ist, dass Ihre IP-Adresse Aufschluss über Ihren Standort und Ihre Identität geben kann, sobald Sie sich ins weltweite Netz einwählen.

Das kann - für den Fall, dass Sie in einem repressiven Regime leben müssen - ziemlich gefährlich sein. Zumindest ist es aber ziemlich lästig für Menschen, die es einfach nicht einsehen, all ihre Online-Handlungen mit Jedermann zu teilen. Gut, dass es Wege gibt, Ihre IP-Adresse dauerhaft zu verbergen.

Sie halten nichts davon, online zuviel von sich preiszugeben? Diese Tipps helfen, Ihre IP zu verbergen.
Sie halten nichts davon, online zuviel von sich preiszugeben? Diese Tipps helfen, Ihre IP zu verbergen.
Foto: Gwoeii - shutterstock.com

VPN versteckt IP

Der einfachste Weg, Ihre IP zu verbergen, führt über ein Virtual Private Network (VPN). VPN-Tools verschleiern den Ursprungsort Ihrer Verbindung und geben stattdessen eine (oft auch je nach Land oder Region frei wählbare) völlig andere IP-Adresse aus. Diese kann auch am anderen Ende der Welt liegen, weswegen VPN-Lösungen oft auch dazu genutzt werden, Regionsbeschränkungen (etwa von Streaming-Diensten wie Netflix) zu umgehen.

Darüber hinaus verschlüsseln Virtual Private NetworksIhren Datenverkehr und stellen so einen zusätzlichenSicherheits-LayerSicherheits-Layer zur Verfügung. Der Opera-Browser verfügt bereits über einen integrierten VPN-Tunnel, darüber hinaus stehen zahlreiche kostenfreie und kostenpflichtige Lösungen zur Verfügung. Alles zu Security auf CIO.de

Anonym im Netz mit Proxy-Server

Ähnlich wie Virtual Private Networks funktionieren auch Proxy Server. Der User loggt sich auf diesem Server ein und "borgt" sich quasi eine neue Server-Adresse für die Online-Surfsession. Auch Proxy Server werden gerne genutzt, um regionale Content-Beschränkungen zu umschiffen - sind aber, wie VPNs, insbesondere in Ländern mit "tiefgreifender" Web-Regulation, hilfreich, um Zensurmaßnahmen außer Kraft zu setzen.

Zwar ist die Nutzung eines Proxy Servers zur Verschleierung der IP-Adresse ein gängiges Mittel - dennoch besteht hierbei grundsätzlich ein höheres Risiko als bei einem reputablen VPN-Provider. Wenn über einen Proxy Server Daten abgegriffen werden, sind diese - im Gegensatz zur Nutzung von VPN - nämlich nicht verschlüsselt.

IP-Adresse verbergen mit dem Tor Browser

Kaum ein Name ist mehr Synonym für Anonymität im Internet als der des Tor-Browsers. Seit Jahren ist es die App der Wahl für alle, die gesteigerten Wert darauf legen, online nicht von Regierungen, kriminellen Hackern oder Unternehmen ausgespäht zu werden.

Der Tor Browser ist ein kostenloses Open SourceOpen Source Tool, das Ihre Verbindung über zahlreiche Knotenpunkte auf der ganzen Welt umleitet und so nicht nur Ihre IP-Adresse verschleiert. Was uns auch schon zum großen Nachteil der Tor-Nutzung bringt: der Geschwindigkeit. Oder besser: der Mangel an Geschwindigkeit, der durch die verschiedenen Sicherheits-Layer entsteht. Alles zu Open Source auf CIO.de

Dieser Beitrag basiert auf einem Artikel unserer UK-Schwesterpublikation Tech Advisor.

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