Finance IT


Dienstleister sollen "zeitnah" in neuer Gesellschaft gebündelt werden

Sparkassen Informatik und FinanzIT: Fusion ist beschlossene Sache

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Jetzt ist es beschlossene Sache: Die Sparkassen Informatik und FinanzIT werden einen neuen IT-Dienstleister für die Sparkassen-Finanzgruppe bilden. Wie die beiden Unternehmen bekannt geben, soll die neue Gesellschaft "zeitnah" gegründet werden.
Die Sparkassen Informatik wird mit der FinanzIT zusammengeschlossen.
Die Sparkassen Informatik wird mit der FinanzIT zusammengeschlossen.
Foto: Sparkassen Informatik

Mit dem Zusammenschluss wird der europaweit größte IT-Dienstleister der Finanzbranche mit einer einheitlichen Infrastruktur und Anwendungslandschaft entstehen. Erste Schätzungen beziffern das Synergie-Potenzial nach der Zusammenführung auf rund 200 Millionen Euro pro Jahr. Nach den Worten eines Sprechers decken die Kunden des neuen Anwendungsdienstleisters rund die Hälfte des deutschen Retailbanken-Marktes ab.

Die Sparkassen Informatik hat der FinanzIT ein Angebot vorgelegt, nun wird verhandelt. Im Rahmen des Evaluierungsprozesses hätten Marktpartner ebenfalls "überzeugende Angebote" vorgelegt, heißt es.

"Die Gesellschafter haben gemeinsam sehr intensiv alle Möglichkeiten geprüft, um die FinanzIT zukunftssicher im Markt aufzustellen. Sowohl eine Marktöffnung als auch die Konvergenz innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe stellten sinnvolle Optionen dar", betonte der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der FinanzIT, Dr. Gunter Dunkel.

Entsprechende Gerüchte kursierten seit einigen Tagen in der Branche. Insider schätzen den möglichen Umsatz des neu entstehenden Unternehmens auf 1,7 Milliarden Euro. Vermutungen über die geplante Fusion stützten sich nicht zuletzt auf die Worte von Jürgen Hilse, Bundesobmann der 450 Sparkassen. Er hatte sich schon vor Wochen für einen Zusammenschluss ausgesprochen und sagte, auf drei bis fünf Jahre gesehen ließen sich dadurch Millionenbeiträge einsparen.

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