Strategien


Business Process Management

Unternehmen beschreiben Prozesse nicht

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Vier von zehn Unternehmen können ihre betrieblichen Abläufe nicht beschreiben. Dennoch stellen sie hohe Erwartungen an Business Process Management (BPM). Analysten bescheinigen den Firmen eine Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit.

Theorie und Praxis klaffen beim Business Process Management (BPM) deutlich auseinander. So liest sich zumindest der BPM Trend Report 2010, den der Hamburger Marktforscher Softselect im Auftrag des Anbieters Ramco Systems unter 100 Unternehmen im deutschsprachigen Raum durchgeführt hat.

Die Marktforscher klärten dabei zunächst einmal die Frage, inwieweit Firmen Prozesse beschreiben können. Denn das sei "zentrale Voraussetzung für die Umsetzung eines erfolgreichen Business Process Managements".

Fast vier von zehn Unternehmen (38 Prozent) haben ihre betrieblichen Abläufe laut der Studie überhaupt noch nicht beschrieben. Von den anderen hat das fast jedes Dritte (31 Prozent) bisher auch erst ein einziges Mal getan. Eine regelmäßige automatisierte Gestaltung und gegebenenfalls Änderung der Prozesse hat sich also noch nicht durchgesetzt.

Nichtsdestoweniger knüpfen Entscheider hohe Erwartungen an BPM-Instrumente. 90 Prozent erklären, Prozesse effizienter machen zu wollen. Außerdem wollen sie Abläufe besser steuern (89 Prozent) und modellieren (88 Prozent). Die Gestaltung firmenübergreifender Prozesse steht bei 78 Prozent auf der Agenda.

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