3,0-Liter-TDI-Motoren

VW darf weitere manipulierte US-Dieselautos umrüsten

24.10.2017
Die US-Umweltbehörden haben dem Volkswagen-Konzern grünes Licht für die Umrüstung weiterer vom Abgas-Skandal betroffener Dieselwagen gegeben. Es geht um mehr als 38000 größere Fahrzeuge mit 3,0-Liter-TDI-Motoren, die mit spezieller Software zur Manipulation von Stickoxid-Werten ausgestattet wurden.
VW Touareg V6 TDI (Modelljahr 2015-2016): Volkswagen darf ein Software Update aufspielen und das Fahrzeug in den USA wieder verkaufen.
VW Touareg V6 TDI (Modelljahr 2015-2016): Volkswagen darf ein Software Update aufspielen und das Fahrzeug in den USA wieder verkaufen.
Foto: Grzegorz Czapski - shutterstock.com

Durch die am Montag bekannt gegebene Genehmigung der Umweltämter EPA und Carb darf der Volkswagen-Konzern die Autos - Geländewagen der Marken PorschePorsche Cayenne, VWVW Touareg und AudiAudi Q7 - reparieren, die ansonsten gemäß eines Vergleichs mit zahlreichen Sammelklägern hätten zurückgekauft werden müssen. Das könnte VW Kosten in Milliardenhöhe sparen. Zuvor waren bereits Reparaturen bei zahlreichen kleineren Modellen genehmigt worden. Top-500-Firmenprofil für Audi Top-500-Firmenprofil für Porsche Top-500-Firmenprofil für VW

Die Behörden haben aber noch nicht bei allen 3,0-Liter-Dieselautos Umrüstungspläne gebilligt. "Wir arbeiten eng mit den Aufsehern zusammen, um so schnell wie möglich Lösungen für die verbleibenden Fahrzeuge zu finden", teilte VW mit. Bei 20000 der insgesamt knapp 80000 größeren Dieselautos mit Schummel-Software hatte der Konzern sich von vornherein zu teuren Rückkäufen verpflichten müssen.

Nach Vorwürfen der US-Umweltbehörden hatte VW im September 2015 gestanden, in großem Stil bei Abgas-Tests getrickst zu haben. Mittlerweile hat der Konzern wegen der "Dieselgate"-Affäre über 25 Milliarden Euro an Kosten für Strafen und Entschädigungen verbucht. In den USA umfasste der Skandal insgesamt fast 600000 Dieselwagen, die meisten davon waren kleinere Fahrzeuge mit 2,0-Liter-Motoren. (dpa/rs)

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