CIO Auf- und Aussteiger


Digitalagenda 2020

Antje Kiss zur IT-Chefin des BAMF aufgestiegen



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
In ihrer neuen Position will Antje Kiss die Digitalisierungsprojekte des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge weiter voranbringen. Ihr Vorgänger Markus Richter war im Juni zum Vizepräsidenten des BAMF befördert worden.
Antje Kiss leitet jetzt die Abteilung 2 beim BAMF, zuständig auch für IT.
Antje Kiss leitet jetzt die Abteilung 2 beim BAMF, zuständig auch für IT.
Foto: BAMF

Bereits zum September 2018 hat Antje Kiss die Leitung der Abteilung 2 im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMFBAMF) in Nürnberg übernommen. Sie ist zuständig für Informationstechnik, Controlling, Statistik und Risikomanagement. Alles zu Public IT auf CIO.de

Vorgänger zum Vizepräsidenten aufgestiegen

Antje Kiss berichtet direkt an den Vizepräsidenten des Bundesamtes, Markus Richter, der zugleich auch ihr Vorgänger auf dem Posten war. Im November 2015 war Richter mit dem Aufbau und der Leitung der neuen Abteilung "Infrastruktur/IT" beauftragt worden, seit dem 21. Juni 2018 ist er Vizepräsident des BAMF.

Beim Wettbewerb zum "CIO des Jahres" kam Richter 2017 unter die Top 10 im Bereich Großunternehmen. "Das Flüchtlings-Management ist mit seinem digitalen Identitäts-Management ein Leuchtturmprojekt im klassischen Sinn", hieß es in der Begründung der Jury.

Antje Kiss wechselte von der Abteilung 1 für "Zentrale Dienstleistungen, Personal, Organisation, Infrastruktur", die sie zuvor geleitet hatte. Seit Dezember 1992 war die Juristin im Bundesamt in verschiedenen Führungspositionen in allen Bereichen tätig.

Digitalisierungsagenda 2020

Als ihre wichtigste anstehende Aufgabe nannte Kiss gegenüber CIO.de das Voranbringen der Digitalisierungsagenda des Bundesamts, insbesondere die Etablierung digitaler Dokumentenservices und intelligenter Assistenzsysteme.

Das BAMF startete im Sommer 2016 die "Digitalisierungsagenda 2020". Bis 2020 sollen die internen Abläufe mithilfe von IT vereinfacht und beschleunigt werden. Als eine der ersten deutschen Behörden hat das Amt ein IT-Labor eingerichtet, das agile Softwareentwicklung fördert.

Das Portfolio der digitalen Initiativen des Bundesamts setzt sich derzeit aus 115 verschiedenen Vorhaben, Projekten und Verfahren zusammen. 2018 werden von der IT des BAMF 19 Digitalisierungsinitiativen parallel bearbeitet.

Das BAMF ist zuständig für Migration und Integration

Das BAMF verfügt aktuell über 188 IT-Mitarbeiter, das IT-Budget beträgt rund 122 Millionen Euro Der IT-Bereich ist in zwei Referatsgruppen unterteilt: Die Gruppe 21 befasst sich mit dem Management der Prozesse sowie dem Projektmanagement, die Gruppe 22 mit der Digitalisierung der Prozesse sowie der Entwicklung von Software.

Als "Kompetenzzentrum für Migration und Integration in Deutschland" ist das Bundesamt zuständig für die Durchführung von Asylverfahren und den Flüchtlingsschutz, das Amt versteht sich aber auch als "Motor der bundesweiten Förderung der Integration". Zu den Aufgaben gehört auch die Migrationsforschung.

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