Wachstumsmotor

Axel Springer setzt weiter auf Onlineportale

12.03.2017
Der Medienkonzern Axel Springer setzt im laufenden Jahr weiterhin auf ein starkes Digitalgeschäft.
Dank der guten Entwicklung der Sparte rund um Onlineportale vor allem für Job- und Immobilien-Anzeigen konnte Axel Springer 2016 seinen Umsatz weitgehend stabil halten. Im laufenden Jahr soll die sogenannte Rubrikensparte entscheidend zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen beitragen.
Dank der guten Entwicklung der Sparte rund um Onlineportale vor allem für Job- und Immobilien-Anzeigen konnte Axel Springer 2016 seinen Umsatz weitgehend stabil halten. Im laufenden Jahr soll die sogenannte Rubrikensparte entscheidend zu Umsatz- und Gewinnsteigerungen beitragen.
Foto: Axel Springer SE

Für 2017 peilt Axel SpringerAxel Springer ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich an. "In diesem Jahr wollen wir die Potenziale unserer Aktivitäten noch besser ausschöpfen und den Fokus auf weitere Ertragssteigerungen richten", sagte Vorstandschef Mathias Döpfner am Donnerstag in Berlin. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) und der bereinigte Gewinn je Aktie soll im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich zulegen. Top-500-Firmenprofil für Axel Springer

Damit fällt der Ausblick besser aus als von Analysten erwartet. Die Aktie kletterte am Vormittag um bis zu drei Prozent. Damit setzte das Springer-Papier den Höhenflug der vergangenen Wochen fort. Seit dem Zwischentief Anfang Dezember 2016 stieg der Börsenwert um fast ein Drittel auf rund 5,5 Milliarden Euro.

Wachstumsmotor sollen dabei wie im zurückliegenden Jahr die so genannten RubrikenangeboteRubrikenangebote sein. Zu diesem Segment gehören alle Geschäftsmodelle, die ihre Erlöse überwiegend mit Stellen- und Immobilienanzeigenkunden erwirtschaften wie beispielsweise Immowelt.de oder Stepstone. Die Sparte verbuchte 2016 ein Umsatzplus von 17 Prozent und soll im laufenden Jahr im niedrigen zweistelligen Prozentbereich zulegen. Top-Firmen der Branche Medien

Für das Segment Vermarktungsangebote erwartet der Konzern Wachstum im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Das Geschäft mit Bezahlangeboten wie "Bild" und "Welt" dürfte sich dagegen ungefähr auf Vorjahresniveau halten. Der Konzern geht davon aus, dass er bis 2019 das bereinigte operative Ergebnis (Ebitda) in diesem Bereich trotz leicht sinkender Umsätze stabil halten kann.

Im zurückliegenden Jahr konnte Axel Springer den Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau bei 3,29 Milliarden Euro halten. Im Laufe des vergangenen Jahres hatte der Konzern unter anderem wegen des schwachen Pfunds infolge des Brexit-Votums seine Prognose nach unten korrigiert. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) kletterte 2016 um 6,5 Prozent auf 595,5 Millionen Euro und fällt damit besser aus als von Analysten erwartet.

Unter dem Strich entfiel auf die Aktionäre ein Gewinn von 427,3 Millionen Euro. Ihnen will der Konzern eine um 10 Cent erhöhte Dividende von 1,90 Euro je Aktie zahlen. Haupteigentümer des Springer-Konzerns ist die Witwe des Verlagsgründers Axel Springer, Friede Springer - aber auch Vorstandschef Mathias Döpfner hält 3,2 Prozent der Aktien. Einen Großteil davon hatte er von Friede Springer geschenkt bekommen. (dpa/rs)

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