Sicherheitsvorfälle richtig managen

Beweise sichern nach IT-Angriffen

24.08.2010
Von Magnus  Kalkuhl

IT-Forensik fordert Vertrauen

Nicht immer können alle Fragen abschließend geklärt werden. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Probleme, über die sich ein Unternehmen im Klaren sein sollte, bevor man eine Untersuchung in Auftrag gibt: IT-Forensik kann nur dann funktionieren, wenn der Analyst auf wirklich alle Daten Zugriff erhält.

Dies erfordert ein hohes Vertrauen in den Dienstleister, bedeutet es doch, dass er unter Umständen brisante Geschäftsgeheimnisse erfährt oder auf Daten stößt, die dem Auftraggeber vielleicht unangenehm sein könnten. Gleiches gilt für die Mitarbeiter selbst - dem IT-Forensiker ist es egal, ob ein Angestellter zum Beispiel Privatbilder seiner Freundin auf dem Arbeitsrechner hat, da diese mit dem eigentlichen Fall nicht viel zu tun haben dürften.

Versuchen Mitarbeiter aber nun voller Panik, solche "Spuren" zu löschen, machen Sie sich unnötig verdächtig, und dem Forensiker entsteht zusätzliche Arbeit. Auch sollte sich der Auftraggeber vor Augen halten, dass ein Analyst zwar feststellen kann, von welchem PC aus ein Angriff erfolgte - dies aber keinesfalls automatisch bedeutet, dass der entsprechende Mitarbeiter auch wirklich der Schuldige ist. Ein weiterer Grund, einen erfahrenen Dienstleister zu wählen, damit durch Übereifer aus einer Untersuchung keine Hexenjagd wird.

Zur Startseite