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BW-Sprecher moniert Verzögerungen und schlechte Ergebnisse

Bundeswehr entzieht EADS IT-Auftrag

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
"Gemeinsames Auswertesystem der Bundeswehr", kurz GAST, hieß das 82-Millionen-Euro-Projekt, das die Unternehmen EADS, T-Systems und Thales auf den Weg bringen sollten. Jetzt hat das Verteidigungsministerium den Partnern den Auftrag entzogen. Gründe: Erhebliche Verzögerungen im Projekt und ein als "unzulänglich bewertetes Entwicklungsergebnis", wie ein Ministeriums-Sprecher sagt.

Das Bundesamt für Informations-Management und Informationstechnik ist bereits am 6. Mai vom Vertrag zurückgetreten, so der Sprecher weiter. Das Projekt wurde im Sommer 2002 gestartet und hätte im November 2007 fertig sein sollen.

Ziel des IT-Systems GAST war die Optimierung von Fernmeldewesen und elektronischer Aufklärung der Bundeswehr. EADS hatte 2002 angekündigt, das Militär mit modernster Internet-Technologie aufzurüsten.

EADS will sich zu der Meldung bisher nicht äußern. Eine andere Nachricht allerdings dementiert der Konzern: EADS bereite kein Gebot für den US-amerikanischen Konkurrenten DRS Technologies Inc vor. Entsprechende Medienberichte über ein derartiges Treffen seien nicht richtig.

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