CIO Auf- und Aussteiger


Smart Factory und IoT

CIO Orbach wechselt zu SAF-Holland



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Stefan Orbach kommt von der Heidelberger Druckmaschine AG und ist nun CIO beim LKW-Zulieferunternehmen SAF-Holland Group.
Stefan Orbach ist neuer CIO bei der SAF-Holland Group.
Stefan Orbach ist neuer CIO bei der SAF-Holland Group.
Foto: SAF-HOLLAND

Stefan Orbach (54) hat Anfang Februar 2019 als CIO die Leitung der globalen IT bei der börsennotierten SAF-Holland Group übernommen, ein im SDAX gelistetes börsennotiertes Zulieferunternehmen für die LKW- und Trailer-Industrie (Anhängerindustrie).

Orbach kommt von der Heidelberger Druckmaschinen AGHeidelberger Druckmaschinen AG. Er berichtet bei SAF-Holland an den CFO des Konzerns, Matthias Heiden. Orbachs Vorgänger war Dan Batton, der seinen Sitz in Muskegon, Michigan, USA, hatte. Top-500-Firmenprofil für Heidelberger Druckmaschinen AG

Orbach kommt von Heidelberger

Vor seiner neuen Stelle war Orbach seit Anfang Mai 2014 CIO bei der Heidelberger Druckmaschinen AG in Wiesloch. Der Diplom-Physiker startete seine berufliche Laufbahn1992 als Projektleiter für Flottenmanagementsysteme bei der Alcatel SEL AG. Im Anschluss arbeitete er zwölf Jahre im Beratungsgeschäft - zunächst bei Accenture und danach bei IBM Global Business Services, wo er ab 2002 für das Beratungsgeschäft mit Kunden aus der Konsumgüterbranche in West- und Osteuropa verantwortlich war.

Zwischen 2008 und 2014 war Orbach für die Carl Zeiss AG in Oberkochen tätig. Als Senior Vice President Business Process Excellence und CIO war er dort für die globale IT sowie die Steigerung der Prozesseffizienz zuständig.

2014 wechselte er zur börsennotierten Heidelberger Druckmaschinen AG. Dort verantwortete Orbach als CIO mit rund 300 Mitarbeitern den weltweiten IT-Bereich. Seine Hauptaufgabengebiete dort waren die Optimierung der IT- und Geschäftsprozessstrukturen auf der Grundlage der neuen Geschäftsausrichtung des Unternehmens sowie die Initiierung, Konzeption und Umsetzung der Digitalisierungsstrategie waren dort

Erste Smart Factory

Als seine wichtigsten anstehenden Aufgaben nannte Orbach gegenüber CIO.de:

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• Optimierung und Harmonisierung der IT- und Geschäftsprozessstrukturen (z.B. globales Manufacturing, globales Back Office)
• Unterstützung beim Aufbau eines Global Manufacturing Networks inkl. des Anlaufs der ersten "Smart Factory" der SAF Holland Group in Yangzhou sowie der Integration anderer Produktionsstandorte
• Die Integration von digitalen Geschäftsmodellen in die Firmen-IT.

Mit der Innovationsoffensive "Smart Steel - Engineer Build Conncet" will SAF-Holland Mechanik mit Sensorik und Elektronik verbinden und die digitale Vernetzung von Nutzfahrzeugen und Logistikketten vorantreiben.

Kombination mit Sensorik

Digitalisierung bedeute für SAF-Holland zum einen die Kombination der mechanischen Produkte mit Sensorik und Elektronik, das heißt die Integration von elektronischer Intelligenz in die Achsen, Federungen und Sattelkupplungen. Diese Verbindung sei zwingend erforderlich, um in einem ersten Schritt automatisiertes Fahren und im nächsten Schritt autonomes Fahren Realität werden zu lassen.

Ein weiterer Aspekt sei die intelligente Verknüpfung der Systeme und die Auswertung der dabei gewonnenen Daten. Damit lassen sich zum Beispiel der Verschleiß von Komponenten, etwa von Bremsbelägen, überwachen und dadurch verursachte Schäden vermeiden.

Damit einher gehe eine Optimierung der Wartungsintervalle und die Minimierung der Stillstandzeiten. Zudem erhielten Flottenbetreiber so in Echtzeit genaue Informationen über die Position des Trailers, die Beladung und den Zustand der Ladung, um so die Strecken- und Serviceplanung zu optimieren.

Über SAF-Holland

Firmensitz der SAF-Holland Group ist Luxemburg, das operative Geschäft wird von Bessenbach bei Aschaffenburg gesteuert. Der Umsatz betrug 2018 rund 1,3 Milliarden Euro. Mehr als 4.400 Mitarbeiter arbeiten weltweit für die Gruppe. Sie bezeichnet sich als "größter unabhängiger börsennotierte Nutzfahrzeugzulieferer in Europa" und beliefert vor allem die Trailer-Märkte mit fahrwerksbezogenen Baugruppen und Komponenten.

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