ESA und DFKI kooperieren

Forschungslabor für KI und Raumfahrt

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Europäische Weltraumorganisation und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz gründen ein Zentrum in Kaiserslautern.
Das DFKI, im Bild der Standort Saarbrücken, arbeitet eng mit der ESA zusammen.
Das DFKI, im Bild der Standort Saarbrücken, arbeitet eng mit der ESA zusammen.
Foto: DFKI Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz

Unter dem Namen ESA_Lab@DFKI entsteht derzeit ein Labor, in dem die Europäische Weltraumorganisation ESA und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche IntelligenzKünstliche Intelligenz (DFKI) ihre Kräfte für die zivile Raumfahrt bündeln. Sie werden zum Beispiel an der Interpretation komplexer, umfangreicher Daten aus der Erdbeobachtung und an der Kollisionsvermeidung von Satelliten forschen. Im Moment priorisieren die Forscher in Workshops ihre Themen. Das neue Labor in Kaiserlautern soll nach den Worten eines Sprechers bis zu 15 neue Wissenschaftler einstellen. Noch agiert es vorwiegend virtuell. Alles zu Künstliche Intelligenz auf CIO.de

Das ESA_Lab@DFKI versteht sich als Teil eines Ökosystems, das Partner aus Wissenschaft und IndustrieIndustrie einbezieht, darunter Unternehmen wie ContinentalContinental, Hitachi, IAV oder SartoriusSartorius. Außerdem sollen Synergien mit dem European Space Operations Centre (ESOC) der ESA in Darmstadt entstehen. Das ESOC ist die Missionskontrolle für 22 ESA-Raumschiffe und Zentrum für das Weltraumsicherheitsprogramm der Agentur, das sich auf Gefahren durch Weltraummüll, riskante Asteroiden und Weltraumwetter konzentriert. Top-500-Firmenprofil für Continental Top-500-Firmenprofil für Sartorius Top-Firmen der Branche Industrie

In einem "geschützten Datenraum", so das ESA_Lab@DFKI, sollen Forschende konkrete Lösungen und Produkte entwickeln. Mögliche Use Cases sind der Einsatz von Machine- und Deep Learning-Verfahren zur Analyse und Interpretation umfangreicher und komplexer Daten von Erdbeobachtungssystemen zur Klimabeobachtung, für den Katastrophenschutz oder die Landwirtschaft.

KI-Einsatz in interplanetaren Raumschiffen

Der Astronaut Thomas Reiter, ESA-Koordinator internationale Agenturen und Berater des Generaldirektors, bezeichnet "das durch KI unterstützte optimale Zusammenspiel von Mensch und Maschine an Bord einer um den Mond kreisenden Plattform, eines interplanetaren Raumschiffs oder auf der Oberfläche von Mond und Mars bei der Steuerung von robotischen Rovern oder Habitaten" als entscheidendes Element, das den Missionserfolg bestimmt. Vom KI-Einsatz erwartet er Fortschritte für die Erkennung von Gefahren im und aus dem Weltraum, etwa bei der Analyse und Vorhersage von Weltraumwetter-Ereignissen.

ESA und DFKI | Forschungskooperation
Branche: Wissenschaft und Forschung
Partner: Europäische Weltraumorganisation (ESA), Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie Partner aus Wissenschaft und Industrie
Use Cases: Erdbeobachtung, Kollisionsvermeidung von Satelliten, Klimabeobachtung, Katastrophenschutz, Landwirtschaft u.w.
Name: ESA_Lab@DFKI

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