Firmen fehlt IT-Notfallplan

IT-Ausfall kostet 2300 Euro pro Tag

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.

Jeder zweite europäische Mittelständler (50 Prozent) meint, seine Computersysteme hätten gar keine geschäftskritische Bedeutung. Hierbei liegen die EMEA-Befragten ausnahmsweise einmal nicht über dem globalen Durchschnitt, denn weltweit finden das sogar 52 Prozent.

Als Sicherheitsanbieter sieht Symantec die Dinge selbstverständlich anders. Die Autoren der Studie behaupten denn auch, pro Tag koste ein IT-Ausfall etwa 2.300 Euro. Ein Drittel der EMEA-Mittelständler habe sein Unternehmen nach einem solchen Störfall zeitweise schließen müssen. 40 Prozent hätten Kunden verloren.

Notfallpläne werden selten getestet

Immerhin entwickelten 42 Prozent der Betroffenen nach solchen Vorfällen Disaster Recovery-Pläne, so die Studie weiter. Allerdings teste nur jeder Vierte diesen Plan auch.

Die Autoren der Umfrage haben noch einen weiteren Knackpunkt ausgemacht: die Datensicherheit. 28 Prozent der europäischen Mittelständler spreichern ihre Daten täglich. 55 Prozent tun das immerhin noch wöchentlich.

Symantec fokussiert sich in der Studie auf Gefahren von außen. Betrachtet man die Gefahren von innen, sind Mittelständler wie große Unternehmen von einem ganz anderen Problem betroffen: der eigenen Belegschaft. So behauptet zum Beispiel der Berater KPMG, Berlin, in seiner "E-Crime-Studie 2010 - Computerkriminalität in der deutschen Wirtschaft", Geschäftsführer wüssten gar nicht, welchen Schaden Systemadministratoren anrichten können.

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