Strategien


3D Printing

Kommen 3D-Drucker auf jeden Schreibtisch?

Jürgen Hill ist Chefreporter Future Technologies bei der COMPUTERWOCHE. Thematisch befasst sich der studierte Diplom-Journalist und Informatiker derzeit mit aktuellen IT-Trendthemen wie KI, Quantencomputing, Digital Twins, IoT, Digitalisierung etc. Zudem verfügt er über einen langjährigen Background im Bereich Communications mit all seinen Facetten (TK, Mobile, LAN, WAN). 
Regelrechte Goldgräberstimmung herrscht derzeit in der 3D-Printing-Szene. War das Thema bislang nur etwas für wenige Spezialisten, so will Microsoft nun den 3D-Druck in Windows 8.1 integrieren und in England steht die Technik ab 2014 auf dem Lehrplan für Schüler.

Mit der Vision von "einem PC auf jedem Schreibtisch und in jedem Haus" gründete Bill Gates 1975 MicrosoftMicrosoft und legte den Grundstock für den Siegeszug Windows. Jetzt über 30 Jahre später propagiert Shanen Boettcher, General Manager der Startup Business Group bei Microsoft, eine neue Vision: "a factory on every desktop!". Hinter diesem Anspruch verbirgt sich nicht weniger als der Anspruch des Konzerns, das Thema 3D-Printing massentauglich zu machen. Dafür verkauft der Konzern in seinen US-Shops mittlerweile sogar 3D-Drucker. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Entscheidender ist aber ein ganz anderer Schritt. Während alle Welt über die neuen Startmöglichkeiten von Windows 8.1 diskutiert, hat der Konzern unter der bunten Oberfläche die Voraussetzungen für das Desktop Manufacturing geschaffen. Mit dem kommenden Betriebssystem-Release erweitert Microsoft die in Windows integrierte Druckertreiberarchitektur um das Thema 3D Printing. Anwender benötigen dann nur noch einen entsprechenden Treiber des 3D-Druckerherstellers, um per Mausklick einen "3D-Ausdruck" zu starten.

Mahlzeit: Dieser Hamburger stammt nich von einer Fastfood-Kette, sondern aus einem 3D-Drucker.
Mahlzeit: Dieser Hamburger stammt nich von einer Fastfood-Kette, sondern aus einem 3D-Drucker.
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Damit würde sich der Weg vom 3D-Modell zum fertigen Objekt im Vergleich zu den bislang üblichen Verfahren (Vom 3D-Objekt zum gedruckten Modell) drastisch vereinfachen. Dabei will Microsoft eigenen Angaben zufolge gleich ein ganzes 3D-Ecosystem etablieren, das beispielsweise auch 3D-CNC-Maschinen unterstützt und ähnlich wie einen Drucker ansteuert. Selbst die Schaffung eigener 3D-Modelle soll mit Windows 8.1 mit wenigen Mausklicks zu bewerkstelligen sein. Als 3D-Scanner unterstützt Windows die hauseigene Xbox Kinect, die in der neuen Version mit verbesserten 3D-Scan-Funktionen aufwarten soll.

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