CIO Auf- und Aussteiger


Kreditanstalt für Wiederaufbau

Melanie Kehr wird IT-Generalbevollmächtigte der KfW



Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die bisherige IT-Chefin der BayernLB wird IT-Generalbevollmächtigte der KfW. Später soll Melanie Kehr in den Vorstand aufrücken.
Melanie Kehr wechselt von der BayernLB zur KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).
Melanie Kehr wechselt von der BayernLB zur KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau).
Foto: privat/Tobias Hase

Der Verwaltungsrat der staatlichen Förderbank KfWKfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) hatte bereits im Herbst 2017 beschlossen, im Vorstand der eine eigenständige Zuständigkeit für die IT zu schaffen. Damit solle dem "hohen Stellenwert Rechnung getragen, der einer Modernisierung der KfW-Informationstechnologie zukomme", hieß es. Top-500-Firmenprofil für KfW

Nun ist die Person für die neue Stelle gefunden: Melanie Kehr (43) hat im April die Aufgabe nach einem Beschluss des Verwaltungsrates der Bank übernommen. Seit 2014 leitet sie als Bereichsleiterin Group IT den Bereich Informationstechnologie der BayernLBBayernLB. Zuvor war sie lange Jahre bei der Unternehmensberatung Accenture tätig und verantwortete dort die Weiterentwicklung von Informationstechnologien für BankenBanken, die letzten Jahre als Partner. Bei der BayernLB gibt es noch keinen Nachfolger für sie. Top-500-Firmenprofil für BayernLB Top-Firmen der Branche Banken

Zunächst Generalbevollmächtige

Zunächst soll Melanie Kehr als Generalbevollmächtige in die KfW eintreten, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an Geschäftsleiter gemäß KWG (Gesetz über das Kreditwesen) zu erfüllen. Nach erfolgreichem Abschluss der Phase als Generalbevollmächtigte soll sie dann in den Vorstand der KfW aufrücken. Über die Dauer der Übergangsphase entscheidet die deutsche Finanzaufsicht Bafin.

"Wir freuen uns, dass mit Frau Kehr eine äußerst qualifizierte Expertin mit langjährigen Erfahrungen im Bereich der IT von Banken gewonnen werden konnte, die einen zentralen Beitrag für eine zukunftsfähige KfW-Informationstechnologie leisten wird", heißt es bei der Bank.

IT-Probleme bei der Förderbank

Im Februar 2017 hatte die Förderbank fälschlicherweise 7,6 Milliarden Euro an vier große Banken transferiert. Auslöser war den Angaben zufolge ein Fehler eines KfW-Programmierers bei Arbeiten an der IT.

Im September 2014 hatten das "Handelsblatt" und das "Manager Magazin online" berichtet, dass KfW-Vorstandsmitglied Edeltraut Leibrock die Verantwortung für die Modernisierung der Infrastruktur wegen des Anstiegs der Kosten entzogen worden war. Ursprünglich waren 400 Millionen Euro für das Großprojekt veranschlagt worden.

Leibrock erklärte danach, dass sie die KfW nach Ablauf ihres Vertrags am 30. September 2015 verlassen werde. Für IT-Fragen war seitdem im Vorstand der KfW Risiko- und Finanzvorstand Bernd Loewen verantwortlich.

Im KfW-Konzern arbeiten rund 6000 Mitarbeiter, die Bilanzsumme der KfW betrug Ende 2017 472,3 Milliarden Euro.

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