Network-as-a-Service-Angebote

NaaS-Anbieter im Überblick

Neal Weinberg schreibt als freiberuflicher Autor unter anderem für unsere US-Schwesterpublikation Network World.

2. Telcos

Vodafone

Der TK-Riese Vodafone steigt mit seinem Angebotspaket "Total Cloud Managed Hosting" ebenfalls in den NaaS-Ring. Das Versprechen für die Kunden: Eine "individualisierte Enterprise-Class-Infrastruktur", die exakt auf die jeweiligen Unternehmensanforderungen passen soll. Dabei setzt der Anbieter vor allem auf Datenschutz und Sicherheit: Die Infrastruktur der Kunden wird ausschließlich in zertifizierten (ISO 27001 und 9001) deutschen Rechenzentren gehostet. Zusätzliche, zubuchbare Security Services sind unter anderem:

  • Firewalls,

  • IDS,

  • SIM,

  • HIDS,

  • DDoS-Schutz und

  • Content Security.

Dabei verspricht Vodafone den Kunden nicht nur mehr Effizienz, weniger Kosten, maximale Verfügbarkeit und standesgemäßen Support, sondern auch, deren gesamten Hardware-Stack durchgängig zu managen und zu überwachen. Für den Telekommunikationsanbieter spricht darüber hinaus sein weitläufiges Glasfasernetz, das einen reibungslosen Datenverkehr gewährleisten soll.

Verizon

Auch Verizon setzt auf Network-as-a-Service und nutzt sein riesiges globales Netzwerk, seine Managed-Service-Expertise und seine engen Beziehungen zu Enterprise-Kunden, um Managed Services in den Bereichen SD-WAN, VoIP und Security in ein modulares, skalierbares und nutzungsabhängiges Format zu pressen.

Nach Angaben von Verizon läuft sein NaaS auf einem programmierbaren, modernisierten Netzwerk und stellt (im Vergleich mit traditionellen Netzwerkinfrastrukturen) agilere, widerstandsfähigere und Cloud-zentrierte Services bereit. Auf strategischer Ebene soll das Offering auch neue Geschäftsmodelle unterstützen und zur Operations-Transformation beitragen.

Zu den weiteren Benefits der Verizon-Lösung gehören ein hohes Performance-, Effizienz- und Agilitäts-Level und niedrigere Investitionskosten, Zudem entfallen Hardware-Upgrades und die NaaS-Plattform bietet Transparenz und eine automatisierte Kontrolle der Netzwerkfunktionen, ermöglicht Unternehmen Einblicke in die Netzwerk- und Anwendungsleistung und vereinfacht das Netzwerkmanagement durch Automatisierung und zentrale Tools.

Um Unternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung einer NaaS-Strategie zu unterstützen, bietet der TK-Konzern sowohl ein eigenes Serviceteam als auch ein Partner-Ökosystem.

Lumen Technologies

Lumen Technologies (ehemals CenturyLink) will Network-as-a-Service mit einer Self-Service-Bereitstellung sicherer WAN-Konnektivität über ein privates Netzwerk (abgerechnet auf Stundenbasis) auf die nächste Stufe heben. Für stabilere Workloads bietet das Unternehmen auch monatliche Abrechnungsoptionen an.

Das Offering, das die Kunden überzeugen soll: Statt sich die Mühe zu machen, ein SD-WAN-Overlay zu implementieren und den Datenverkehr über das unsichere Internet laufen zu lassen, sollen Unternehmen in den Genuss der Vorteile flexibler, optimierter und sicherer Verbindungen über ein globales, privates Netzwerk kommen.

Der Dynamic Connections Service von Lumen hilft Unternehmen dabei, die WAN-Kapazität schnell zu erhöhen, um saisonale Nachfragespitzen zu bewältigen. Auch wenn es um die WAN-Traffic-Performance und darum geht, Workloads dynamisch zu managen, stehen die Kunden nicht im Regen.

Der US-TK-Anbieter selbst betrachtet sein aktuelles NaaS-Angebot als Beispiel dafür, wohin sich die Technologie entwickelt: "In Zukunft müssen Sie nicht mehr selbst Verbindungen aufbauen, sondern können erwarten, dass APIs die zugrundeliegende Netzwerkinfrastruktur automatisch auf der Grundlage Ihrer Präferenzen und Echtzeit-Reportings Ihrer Anwendungen anpassen."

3. Hyperscaler

Google

Google bietet eine Reihe von Netzwerkdiensten an, die auf seiner globalen Infrastruktur aufbauen und auf Automatisierung, künstliche Intelligenz und Programmierbarkeit setzen.

Mit dem Virtual Private Cloud (VPC) -Service können die Kunden granulare Netzwerkrichtlinien definieren, darunter IP-Adressbereiche, Firewalls, Cloud-VPNs und -Router. Weitere verfügbare Services:

Über das Google Network Connectivity Center können Kunden On-Premises-, Google-Cloud- und andere Cloud-Netzwerke miteinander verbinden und sie über einen zentralen Hub managen.

Darüber hinaus bietet Google Network Service Tiers an, aus denen die Kunden die jeweils für ihre Workloads passende auswählen können. Das ermöglicht nur eine bessere Kontrolle der Netzwerkkosten, sondern ermöglicht auch, die Performance für Applikationen mit hoher Priorität zu erhöhen.

Microsoft

Azure Virtual WAN ist eine Architektur auf Hub-and-Spoke-Basis, die Network-as-a-Service für Connectivity, Security und Routing auf dem globalen Azure-Backbone bietet. Kunden können den Abonnementdienst nutzen, um auf verschiedenen Ebenen davon zu profitieren:

  • Skalierbarkeit,

  • einfachere Bereitstellung,

  • reduzierte IT-Kosten,

  • geringe Latenz,

  • hohe Performance und

  • erweitertes Routing.

Der Service bietet dabei drei Optionen:

  • Konnektivität für Zweigstellen und Remote-Benutzer (einschließlich SD-WAN-Verbindungen und VPN-Gateways),

  • Security Services wie die Azure-Firewall und

  • virtuelles Routing (Site-to-Site oder Point-to-Point).

Um Benutzerfreundlichkeit und die Integration von Drittanbieterprodukten in Azure-Umgebungen zu optimieren, kooperiert Microsoft auch mit anderen Anbietern. So ist beispielsweise die Fortinet FortiGate SD-WAN/Network Virtual Appliance inzwischen nativ in Azure Virtual WAN integriert - ebenso wie der Versa SASE-Service.

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