4 Tipps aus der Praxis

So bringen CIOs Innovationen voran

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Diffuse Ängste vor Disruption beschäftigen Business-Entscheider. Die Antwort liegt in der Steigerung der eigenen Innovationsfähigkeit. Vier Tipps für CIOs von Analysten und Praktikern.
CIOs müssen das Thema Innovation aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.
CIOs müssen das Thema Innovation aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.
Foto: El Nariz - shutterstock.com

Ein Platz in der Fortune 500-Liste zeigt nur den momentanen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Stabilität garantiert er nur sehr bedingt. Die Verweildauer auf solchen Listen sinkt, wie Neil Thompson aus dem MIT Computer Science and Artificial Intelligence Lab beobachtet. Die größte Bedrohung solcher Unternehmen sieht Thompson in kleinen, schnellen und aggressiven Neugründungen. Thompson schlussfolgert, dass jedes Unternehmen seine Innovationsfähigkeit steigern müsse. Hier ist auch der CIO gefragt.

Aus einer Diskussion zwischen Thompson, Analysten und Praktikern enstanden vier Empfehlungen für CIOs:

1. Eine gemeinsame Ausgangslage schaffen: Brian Vellmure, Senior Director of Strategy and InnovationInnovation bei Salesforce, beobachtet bei seinen Kunden diffuse Ängste. Die Sorge vor Disruption und das Gefühl, darauf keine Antwort zu haben, stehe stärker im Vordergrund als Maßnahmen in Sachen Customer Relationship Management (CRM), sagt Vellmure. Alles zu Innovation auf CIO.de

Wer verbindet was mit dem Begriff "Innovation"?

In solchen Situationen kann das Unternehmen eine firmenweite Innovations-Initiative starten. Diese muss alle relevanten C-Level-Manager einbeziehen. Aufgabe des CIO ist, die Begrifflichkeiten zu klären. Wer verbindet was mit dem Begriff "Innovation", welche Ideen und Visionen folgen daraus? Die Antworten auf diese Fragen bilden die Basis für eine gemeinsame Ausgangslage.

2. Innovationen auf Business-Nutzen herunterbrechen: Aarti Shah, CIO und Digital Officer beim Pharmakonzern Eli Lilly, fordert einen "CIO plus". Ein solcher verbinde den "Tech Shop" mit dem Business, erklärt sie. Shah sagt nicht "ich", sondern "wir", um die Bedeutung vertrauensvoller firmeninterner Netzwerke zu betonen. IT-Entscheider müssten den Wert ihrer Arbeit für das Unternehmen beziffern können.

Was uns 2030 erwartet

3. Sich auf die Strategie konzentrieren: Ein weiterer Aspekt ist das gleichzeitige Beherrschen kurzfristiger Anforderungen und einer langfristigen Perspektive. "Erfolgreiche CIOs können hinein- und herauszoomen", umschreibt das Douglas Palmer von Deloitte. Heute müssten Unternehmen mittelfristig planen und gleichzeitig flexibel auf das "Hier und Jetzt" reagieren können. Dafür müssen CIOs Daten und Technologie bereitstellen.

Eine Frage von Kultur und Konsens

Palmer betont: "Die Strategie, nicht die Technologie, ist Treiber der Transformation." Er wisse aus seiner beruflichen Erfahrung, dass Investitionen in Technologie Geldverschwendung sind, sofern das Unternehmen keiner Strategie folge.

4. Die Kultur nicht vernachlässigen: Salesforce-Manager Vellmure betrachtet die Entwicklung als zweiteiligen Prozess. Zum einen muss die Firmenleitung die Innovationsfähigkeit vorantreiben, zum anderen muss die gesamte Belegschaft mitziehen. Das setzt einen Konsens über die Ziele voraus. Außerdem muss der CIO klären, welche Funktionsträger im Unternehmen welche Aufgaben erfüllen werden. Jeder muss wissen, wo die Reise hingehen soll. Konkret zeigt sich das beispielsweise auch an der Ausstattung der Arbeitsplätze.

Mit Material von IDG News Services

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