Nur ein Fünftel mit Excel und anderer Software zufrieden

Verschenktes Potenzial der Balanced Scorecard

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Die Einschätzung von BSC.
Die Einschätzung von BSC.

Nach den bisherigen Erfahrungen erhalten BSC vor allem in vier Dimensionen gute Noten: Kundenzufriedenheit, Qualität, Mitarbeiterzufriedenheit und Kostensenkung. Jeweils mehr als jeder zweite Befragte schreibt BSC hier positive Wirkungen zu.

Gleichzeitig geben 68 Prozent der Befragten an, ihre Profitabilität habe sich in den vergangenen drei Jahren besser entwickelt als die des Wettbewerbs. Horváth & Partners räumt aber ein, dass sich kaum sagen lässt, wie viel das mit BSC zu tun hat.

Balanced Scorecards werden in einer Mehrheit von 58 Prozent der Unternehmen dezentral durch Führungskräfte erstellt. Die Studienautoren gehen davon aus, dass dabei zentrale Vorgaben zu beachten sind, sonst könne nicht von einer Strategiekonkretisierung durch BSC die Rede sein.

IT-Lösungen für BSC sind Mangelware

Nach den Beobachtungen von Horváth & Partners hapert es an der IT. 42 Prozent der Befragten arbeiten mit MicrosoftMicrosoft Excel, weitere 18 Prozent mit Lösungen des Anbieters Procos. Acht Prozent setzen Eigenentwicklungen ein. Dabei ist insgesamt nur rund jeder Fünfte (22 Prozent) mit seiner Software wirklich zufrieden. Die Studienautoren sehen denn auch deutlichen Nachholbedarf auf Seiten der IT-Anbieter. Alles zu Microsoft auf CIO.de

Entscheidern, die sich für BSC interessieren, geben die Analysten vor allem Eines mit auf den Weg: Balanced Scorecards sind Chefsache. Die Studienautoren wörtlich: "Ohne Bereitschaft der Führungskräfte, mit dem Ansatz auch tatsächlich zu führen, bleibt die BSC ein Papiertiger."

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