DZ-Bank

Alles aus einer Hand

27.09.2006

Als „Nest für eine Bank“ bezeichnet der Mathematiker sein Dienstleistungsangebot: „Dieses Nest bauen wir für die Banken, doch wie sie ihren Kunden füttern und sich im Wettbewerb positionieren, entscheiden sie ganz allein.“ Wolf kann bei seinen Kunden mit dem „Zugriff auf das gesamte Integratornetzwerk“ werben. „Theoretisch kann man heute eine Bank auf die grüne Wiese stellen“, erläutert er.

Beim Nestbau helfen die dem Verbund zugehörigen dwpbank Deutsche WertpapierService Bank AG, die nach Anzahl der Depots Marktführer für die Wertpapierabwicklung in Deutschland ist, und die TAI AG (Transaction-Banking-Institut), ebenfalls Marktführer im Bereich Zahlungsverkehr, verglichen nach Transaktionen auf einer technischen Plattform. Hinzu kommen die beiden genossenschaftlichen Rechenzentralen GAD eG und Fiducia IT. Dabei profitierten nicht nur die anderen Banken von den Dienstleistungen der Frankfurter. „Auch wir bekommen dadurch für unsere Primärbanken Know-how zurück und generieren zusätzliche Skaleneffekte“, sagt der 38-jährige Wolf.

Integratoren passen in die Zeit

Als einen „sehr fortschrittlichen Player aus Prozessund aus Applikationssicht, der mit seinem Angebot in die Breite geht“, bewertet Bankenexperte Thomas Zerndt von der Information Management Group (IMG) in St. Gallen die DZ Bank. „Sie hat viele Elemente eines in der Literatur viel besprochenen Integrators, der ein Bündel von Leistungen anbietet. Die anderen Banken müssen sich nicht um jeden Leistungserbringer einzeln kümmern, sondern erhalten vieles aus einer Hand.“

Kompakt - DZ Bank als Integrator
Kompakt - DZ Bank als Integrator

Unternehmensberater Zerndt kennt die DZ Bank aus der Zusammenarbeit im Competence Center Sourcing in der Finanzindustrie. Darin treffen sich seit zwei Jahren zwölf bis 15 Unternehmen der Finanzindustrie (Banken wie Provider) regelmäßig zum Erfahrungsaustausch. „Wir erarbeiten Ergebnisse und bauen Knowhow zur Gestaltung ihrer Wertschöpfungsmodelle im überbetrieblichen Rahmen auf“, sagt Zerndt.

Zerndt spricht von einem „Trend zu Netzwerkbeziehungen in den kommenden Jahren.“ Dass das Netzwerkangebot der DZ Bank ein Geschäftsmodell mit Zukunft ist, bestätigt die aktuelle Studie „Wertschöpfungsmodelle der Zukunft – Banken und Provider 2010“, für die 63 Geschäftsleitungsmitglieder von Banken befragt wurden. „Als Konsequenz abnehmender Kernkompetenz in Transaktionsprozessen setzen Banken dort zunehmend auf OutsourcingOutsourcing“, heißt es dort. Besonders beim Zahlungsverkehr und bei der Wertpapierabwicklung wolle man Leistungen von außen beziehen. „Je standardisierbarerer Leistungen sind, desto mehr ist man bereit, sie extern zu beziehen. Bei Privatkrediten etwa gibt man nicht das Know-how ab, sondern kauft standardisierte Instrumente hinzu und kann damit sogar sein Angebot erweitern“, so Zerndt. Alles zu Outsourcing auf CIO.de

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