Cloud Computing


Accenture-Studie

CIOs wollen mehr Wert aus Cloud-Einsatz schöpfen

Wolfgang Herrmann ist IT-Fachjournalist und Editorial Lead des Wettbewerbs „CIO des Jahres“. Der langjährige Editorial Manager des CIO-Magazins war unter anderem Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO sowie Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel.
Die Investitionen in Cloud-Migrationen wachsen stetig. Doch nur wenigen Unternehmen gelingt es, die damit verbundenen Ziele zu erreichen.
Das Kostenargument verliert in komplexeren Cloud-Projekten an Bedeutung, berichtet Accenture in einer internationalen Studie.
Das Kostenargument verliert in komplexeren Cloud-Projekten an Bedeutung, berichtet Accenture in einer internationalen Studie.
Foto: Triff - shutterstock.com

"Viele Unternehmen haben sich in Richtung Cloud ComputingCloud Computing bewegt und sehen die damit verbundenen Vorteile", berichtet Karthik Narain, Global Lead der Sparte Cloud First beim Beratungshaus Accenture. "Doch die praktische Umsetzung ist schwieriger als erwartet." Um das Potenzial voll auszuschöpfen, brauche es eine andere Herangehensweise: IT-Verantwortliche sollten Cloud Computing nicht als Ziel, sondern als einen kontinuierlichen Prozess begreifen. Dazu gehöre, spezifisches Wissen im Unternehmen aufzubauen, neue Technologien einzusetzen und vor allem Cloud-Strategien zu verfolgen, die Prozesse vereinfachen, das Wachstum unterstützen und neue Geschäftsmodelle eröffnen. Alles zu Cloud Computing auf CIO.de

Narain stützt seine Empfehlungen auf eine Studie, für die das Beratungsunternehmen etwa 800 IT- und Business-Führungskräfte aus 14 Ländern befragt hat. Die Autoren formulieren darin vier zentrale Erkenntnisse:

Cloud-Engagements haben stark zugenommen

Cloud Computing ist für viele Unternehmen zu einer unverzichtbaren Säule geworden, um strategische Geschäftsziele zu erreichen. 86 Prozent der Befragten berichten, dass sie ihre Cloud-Aktivitäten seit dem Jahr 2020 ausgeweitet haben. Die meisten Cloud-Nutzer setzen auf hybride Umgebungen, also eine Kombination aus Public und Private Cloud. Ein großer Teil verfolgt dabei eine Multicloud-Strategie mit mehreren Providern.

Breiterer Cloud-Einsatz führt zu mehr positiven Ergebnissen

Unternehmen, die Cloud-Services besonders intensiv nutzen, erreichen ihre damit gesteckten Ziele häufiger als andere, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Die Gruppe der sogenannten "Heavy Adopters" nutze zudem überdurchschnittlich oft Managed Services von Drittanbietern.

Das Kostenargument verliert an Bedeutung

Obwohl Unternehmen mehr in Cloud Computing investieren, sehen sieben von zehn Befragten ihre "Cloud Journey" noch längst nicht als beendet an. Die tief hängenden Früchte haben viele bereits geerntet, berichtet Accenture, in dem sie beispielsweise Anwendungen per "Lift and Shift" auf eine Cloud-Plattform migrierten. Im nächsten Schritt gehe es um komplexere, geschäftskritische Systeme, die sich nicht im Hauruck-Verfahren in die Cloud hieven ließen. In solchen Szenarien gehe es den Verantwortlichen auch weniger um niedrigere IT-Kosten, sondern um strategische Ziele.

Hürden auf dem Weg in die Cloud bleiben bestehen

Um mehr Nutzen aus ihren Cloud-Engagements zu schöpfen, müssen Unternehmen häufiger auch komplexe und geschäftskritische Systeme in die Cloud transferieren, kommentieren die Studienautoren. Doch der Weg bleibt steinig. Wenn sich Cloud-Investitionen langfristig rentieren sollen, müssen Organisationen eine Reihe von Hürden überwinden. Die befragten Manager nennen dabei vor allem Security- und Compliance-Risiken, aber auch die Komplexität des damit verbundenen Change-Prozesses. Zu den größten Hemmnissen zählen sie zudem Legacy-Anwendungen, die modernisiert werden müssten.

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