Hybride Arbeitsmodelle im Kommen

Das Homeoffice bleibt dauerhaft

14.07.2020
Das Homeoffice dürfte in vielen Unternehmen die Corona-Krise überdauern.
Oliver Falck vom Ifo Institut: "Die Coronakrise könnte einen dauerhaften Schub fürs Homeoffice bedeuten."
Oliver Falck vom Ifo Institut: "Die Coronakrise könnte einen dauerhaften Schub fürs Homeoffice bedeuten."
Foto: ifo Institut

Insgesamt 54 Prozent der Betriebe erwarten, dass diese Arbeitsform dauerhaft zunimmt, wie eine am Montag veröffentlichte Befragung des Münchner Ifo-Instituts bei etwa 7.300 Unternehmen ergab. "Die Coronakrise könnte einen dauerhaften Schub fürs HomeofficeHomeoffice bedeuten", sagt Oliver Falck vom Ifo. "Für viele Unternehmen ging die Umstellung mit beträchtlichen Investitionen in digitale Infrastruktur und neue Kommunikationstechnologie einher. Diese Neuorganisation der Arbeit wird aller Wahrscheinlichkeit nach nicht vollständig rückgängig gemacht werden." Alles zu Home Office auf CIO.de

Für eine Studie haben Falck und seine Kollegen Befragungen des Ifo und eine Mitgliederbefragung des Netzwerks LinkedIn ausgewertet. Drei Viertel der Unternehmen haben dem Ifo zufolge zur Bewältigung der Krise Teile der Belegschaft ins Homeoffice geschickt. Zeitweise konnten demnach 56 Prozent der Beschäftigten in Deutschland zeitweise von zu Hause arbeiten.

"Dass Jobs in Zukunft vollständig ins Homeoffice verlagert werden, dürfte dennoch die Ausnahme bleiben", sagt Koautor Jean-Victor Alipour. "Zum einen wissen wir, dass der Mangel an sozialen Kontakten im Homeoffice dauerhaft eine Belastung sein kann, zum anderen lässt sich kreativer Austausch und der Transfer von Ideen und Wissen nicht vollständig ins Digitale verlagern." Wahrscheinlicher sei, dass sich "hybride Arbeitsmodelle zwischen Präsenzarbeit und Homeoffice durchsetzen werden". (dpa/rs)

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