IT Excellence Benchmark


IT Excellence Benchmark 2024

Das sind die zufriedensten IT-User

Jens Dose ist Editor in Chief von CIO. Seine Kernthemen drehen sich rund um CIOs, ihre IT-Strategien und Digitalisierungsprojekte.
Die aktuelle Studie zur Zufriedenheit von IT-Anwendern zeigt: Die Österreichische Post hat 2024 die Nase vorn. Nexia und Dachser komplettieren die Top-3.
Die Vertreter der drei Siegerunternehmen des ITEB 2024. V. l. n. r.: Ingo Wolf (Nexia), Petra Bögle (Dachser) und Horst Ulrich Mooshandl (Österreichische Post).
Die Vertreter der drei Siegerunternehmen des ITEB 2024. V. l. n. r.: Ingo Wolf (Nexia), Petra Bögle (Dachser) und Horst Ulrich Mooshandl (Österreichische Post).
Foto: Jan Waßmuth

Seit 2007 organisiert CIO die größte Studie zur Zufriedenheit von IT-Anwendern im deutschsprachigen Raum. Dieses Jahr schafften es die Österreichische Post, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Nexia und das Logistikunternehmen DachserDachser auf das Siegertreppchen. Top-500-Firmenprofil für Dachser

Österreichische Post holt Top-Bewertung

Die Österreichische Post hat derzeit die zufriedensten IT-Anwenderinnen und -Anwender und erreicht damit den ersten Platz im aktuellen ITEB 2024. Es ist bereits die zweite Spitzenplatzierung für den Logistiker. Schon 2019 bekam er Top-Bewertungen.

CIO Horst Ulrich Mooshandl nahm die Trophäe für die erstplatzierte Österreichische Post entgegen.
CIO Horst Ulrich Mooshandl nahm die Trophäe für die erstplatzierte Österreichische Post entgegen.
Foto: Jan Waßmuth

Das Unternehmen setzt größtenteils auf eigenentwickelte Software, um seine Miterbeiterinnen und Mitarbeitern bei der Arbeit zu unterstützen, hat aber auch Standardsoftware im Einsatz, wie beispielsweise die Office365-Suite. Beispiele dafür sind OneNote für die gemeinsame Dokumentationen im Team, OneDrive, um Dokumente einfach zu teilen, oder SharePoint als Unterstützung in der Projektabwicklung. In Kürze soll auch der KI-Assistent Copilot ausgerollt werden.

Durch den Einsatz von Office365 sind die Backoffice-Arbeitsplätze technisch ortsungebunden und flexibel. Die Informationen liegen dort, wo die Beschäftigten sie brauchen. Dadurch kann in der IT hybrid - bis zu 80 Prozent der Arbeitszeit remote - innerhalb Österreichs gearbeitet werden. Zusätzlich verbringen die Mitarbeitenden gemeinsam mit dem gesamten Team ihre Teamtage im Büro.

Mit dieser Strategie macht sich die Post auch attraktiv für neue Talente. In dem flexiblen Arbeitsmodell können IT-Beschäftigte arbeiten, von wo sie wollen und bleiben über die Teamtage dennoch mit den Kollegen verbunden. Einzelarbeitsplätze wurden aufgelöst und zu Team-Pods umgebaut. Das sind kleinere, abgegrenzte Einheiten, in denen ein Team zusammenkommt.

Zudem engagiert sich die IT der Österreichischen Post stark für Diversität und Inklusion. Für die vielfältigen Maßnahmen erhielt das Team um CIO Host Mooshandl beim Wettbewerb "CIO des Jahres" 2023 den Diversity-Award. (Lesen Sie dazu auch: "Die Österreichische Post lebt Inklusion")

Wissen intern integrieren

Um das IT-Know-how in der Belegschaft weiter zu erhöhen, wurde die IT an den Produkt- und Prozess-Strängen des Unternehmens ausgerichtet und arbeitet verstärkt interdisziplinär. Dazu wurde im Herbst 2022 die bisher funktional ausgerichtete IT-Organisation, mit einer Systemlandschaft von 800, zum Teil selbst entwickelten, Applikationen, zu einer Plattformorganisation umgestaltet, die sich an Produkten und der Wertschöpfungskette orientiert.

Die IT gliedert sich dem Unternehmen zufolge in vier businessorientierte Plattformen und wird übergreifend mit Governance-Funktionen ergänzt. Dadurch soll die Verantwortung über den gesamten Lebenszyklus von IT-Services hinweg gefördert werden. Zudem erhöht dies laut dem Unternehmen die Nähe zu den Business-Bereichen.

Gleichzeitig soll weiter Expertise inhouse aufgebaut werden. Im Rahmen der strategischen Initiative "Homecoming" wurde ein Großteil der externen Entwicklungskapazitäten innerhalb von 18 Monaten in die Post-IT zurückgeholt und der Eigenpersonalstand seit 2019 nahezu verdoppelt.

Nexia GmbH setzt auf IT-Selbsthilfe

Die Nexia GmbH entstand in der zweiten Jahreshälfte 2023, als sich elf Standorte der in Düsseldorf ansässigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft RSM GmbH zusammenschlossen und dem globalen Netzwerk Nexia beitraten. Das Unternehmen schafft es auf Platz zwei des IT Excellence Benchmark 2024.

Nexia belegte den 2. Platz und Ingo Wolf, CDIO des Unternehmens, nahm die Auszeichnung entgegen.
Nexia belegte den 2. Platz und Ingo Wolf, CDIO des Unternehmens, nahm die Auszeichnung entgegen.
Foto: Jan Waßmuth

Im Rahmen eines Cloud Programms und der Strategie "One Company - One Plattform" gestaltet das Unternehmen derzeit den mobilen Arbeitsplatz neu. Ziel ist es, der Belegschaft attraktive Home-Office-Angebote und mobile Arbeitsregelungen in enger Abstimmung mit der Personalabteilung zu bieten.

Mitarbeitende werden regelmäßig zu neuen Tools geschult, inklusive Tipps und Tricks, um produktiver arbeiten zu können. Ziele, Nutzen und Zeitpläne geplanter und laufender Projekte kommuniziert die IT transparent an die Geschäftsbereiche.

IT-Wissen vermittelt die Nexia-IT über die Belegschaft selbst. Über ein Mentorenprogramm werden neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch erfahrene Kollegen bei der Einarbeitung in IT-Programme unterstützt. Zudem fungieren Power-User der eingesetzten DATEV-Plattform als Ansprechpartner vor Ort für kleine Anfragen. Individuelle Fortbildungen orientieren sich an den Kenntnissen und Talenten der Beschäftigten.

Dachser fördert Digital Mindset

Dachser komplettiert das diesjährige ITEB-Siegertreppchen auf Platz drei. Das Logistikunternehmen schnitt bereits in den Vorjahren mehrmals gut ab. Dachser ermutigt seine Mitarbeitenden zu einem "Digital Mindset" und stattet sie mit den nötigen Fähigkeiten aus, um mithilfe von Technologie effizienter zu werden.

Petra Bögle, Head of Business Integration bei Dachser, nahm die Auszeichnung für Platz 3 entgegen.
Petra Bögle, Head of Business Integration bei Dachser, nahm die Auszeichnung für Platz 3 entgegen.
Foto: Jan Waßmuth

Transparente Kommunikation zu IT-Initiativen und hochwertige IT-Schulungen nehmen einen hohen Stellenwert ein, um die Belegschaft auf dem Laufenden zu halten. Darüber hinaus stehen den Usern weltweit rund 300 IT-Koordinatoren als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung. Sie sind speziell geschult und für den First-Level-Support vor Ort verantwortlich.

Um die digitale Zusammenarbeit der Belegschaft zu fördern, ist die Dachser-IT produktzentrisch organisiert und folgt Dachser einem Best-of-Breed-Ansatz. In der Rolle des Orchestrators sorgt die IT für den zielgerichteten Einsatz und das harmonische Zusammenspiel interner und externer Systeme und Dienste.

Zur Wissensvermittlung setzt das Unternehmen auf ein ganzheitliches Informationsmanagement. Neue Kollegen werden über einen individuell zugeschnittenen Onboarding-Prozess in die Organisation integriert. Die "DACHSER Academy" bietet darüber hinaus E-Learnings, Tutorials, Webinare und Präsenzschulungen zur Weiterbildung an.

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