Digitale Transformation

Die 4 Manager-Typen für Industrie 4.0

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Social Supers, datengetriebene Entscheider, disruptive Entscheider und Talent-Champions – diese vier Manager-Personas prägen laut Deloitte Unternehmen in der Digitalisierung.
  • Als wichtigsten Faktor für den Erfolg ihres Unternehmens nennen alle vier Prototypen gesellschaftliche Entwicklungen rund um Ökologie, Gleichstellung, Diversity
  • Auf Platz zwei folgt Kundenzufriedenheit
  • Auf Rang drei stehen Mitarbeiterzufriedenheit/Mitarbeiterbindung und finanzielle Kennzahlen

Zwischen Hoffnung und Unklarheit sieht der Berater Deloitte Führungskräfte in Sachen DigitalisierungDigitalisierung. In dem Papier "How leaders are navigating the fourth industrial revolution" skizzieren die Consultants vier Prototypen, die ihre Unternehmen durch die Transformation führen. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Entscheider nennen gesellschaftliche Entwicklungen als wichtigsten Faktor für ihren Unternehmenserfolg.
Entscheider nennen gesellschaftliche Entwicklungen als wichtigsten Faktor für ihren Unternehmenserfolg.
Foto: Deloitte

Das Papier basiert auf Angaben von mehr als 2.000 C-Level-Entscheidern aus 19 Ländern. In einem Punkt sind sich die Befragten einig: Wichtigster Faktor für den Erfolg ihres Unternehmens sind gesellschaftliche Entwicklungen, konkret Fragen rund um Ökologie, Gleichstellung und Diversity. 34 Prozent der Studienteilnehmer sehen dies auf Platz Eins. Folglich geben drei von vier Entscheidern an, gesellschaftliche Fragen in das Design ihrer Produkte und Services einzubeziehen.

Mit deutlichem Abstand nennen die Befragten Kundenzufriedenheit auf Platz zwei (18 Prozent). Rang drei teilen sich Mitarbeiterzufriedenheit/Mitarbeiterbindung und finanzielle Kennzahlen wie Umsatz und Gewinn (jeweils 17 Prozent). Regulatorische Vorgaben nennen 14 Prozent.

Stichwort soziale Fragen: Deloitte wollte wissen, worin die Befragten die Motive für gesellschaftliche Initiativen ihrer Unternehmen sehen. Hauptmotive sind demnach Wachstum von Umsatz und Geschäft (46 Prozent der Nennungen) und die Firmenkultur/Firmenpolicies (43 Prozent). Dass die Kunden das erwarten, dass man mit dem Wettbewerb mithalten will und in der öffentlichen Meinung gut dastehen will, nennen zwischen 40 und 35 Prozent.

"Workforce for Industry 4.0"

Die Berater hören oft, dass Entscheider vor einem Überangebot an neuen Technologien stehen. Es falle ihnen schwer, die richtigen Mittel zu wählen, zumal Entscheidungsfindungsprozesse nicht immer klar definiert sind. Noch nicht einmal jeder Zweite (47 Prozent) sagt von seiner Firma, sie unternehme genug für den Aufbau einer "Workforce for Industry 4.0".

4 Manager-Personas

Diese vier Personas hat Deloitte identifiziert:

1. Social Supers

Umgangssprachlich geht es hier um den verantwortungsbewussten Vorzeige-Unternehmer, der seine Produkte und Dienstleistungen beispielsweise an den ökologischen Standards ausrichtet, die gesellschaftliche Interessengruppen vertreten. Er verspricht sich davon Profit. Im Vergleich mit dem Rest des Feldes sehen Vertreter dieser Persona ihre Belegschaft überdurchschnittlich gut aufgestellt für die Digitalisierung. Entscheidungen treffen sie rigoroser als ihre Kollegen.

2. Datengetriebene Entscheider

In dieser Kategorie sieht Deloitte Manager, die überdurchschnittlich stark in neue Technologien investieren und ihre bestehende Belegschaft weiterqualifizieren. Sie verfügen über klar definierte, datenbasierte Entscheidungsprozesse und trauen sich zu, die Chancen der Digitalisierung kapitalisieren zu können. Gleichzeitig beschäftigen sie sich stärker als der Durchschnitt mit ethischen Fragen bei der Nutzung digitaler Technologien.

3. Disruptive Entscheider

Auch diese Führungskräfte trauen sich zu, den digitalen Wandel besser als andere zu managen. Sie setzen stark auf neue Technologien. Entscheidungsfindungen laufen bei ihnen holistisch ab, das heißt, möglichst viele Stakeholder werden einbezogen.

4. Talent Champions

Diese Persona fühlt sich überdurchschnittlich stark für die Weiterqualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verantwortlich. Sie informiert sich stärker als andere Führungskräfte über vorhandene und künftig nötige SkillsSkills. Ähnlich den Social Supers setzen sie auf soziale Aspekte und wissen daraus Profit zu schlagen. Alles zu Skills auf CIO.de

Expertise zum Streamen

Die Berater erklären, dass diese vier Personas keine statischen Konstrukte darstellen. Faktisch werden viele Führungskräfte im Lauf ihrer KarriereKarriere mal stärker den einen, mal mehr den anderen Typus verkörpern. Alles zu Karriere auf CIO.de

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